Bildwelten des Wissens Bd. 8,2
2011
BILDWELTEN DES WISSENS. Kunsthistorisches Jahrbuch für Bildkritik, Bd. 8,2: Graustufen. Hrsg. von Horst Bredekamp, Matthias Bruhn & Gabriele Werner. Berlin 2011. 120 S. mit 80 Abb., brosch. - Mit einer originalgraphischen Beilage.
Diese enthät eine Collage, die in sieben verschiedenen Drucktechniken ausgeführt wurde: Photokopie, Risographie, Cyanotypie, Offsetdruck, Zweifarb-Offsetdruck, Dreifarb-Offsetdruck, Lichtdruck.
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Der Begriff Graustufen bezeichnet eine Darstellung oder Wiedergabe von Bildern auf einer Skala von Helligkeitswerten zwischen Schwarz und Weiß. Die alltägliche Präsenz von Mehrfarbdruck oder bunten Bildschirmanzeigen kann zwar zu der Annahme verleiten, daß die Darstellung in Grau technisch überholt sei. Doch gestattet sie ein Höchstmaß an optischer Feinheit, die auf anderem Wege nicht zu erreichen ist. Technische Verfahren haben in verschiedener Weise auf diesen Umstand reagiert. So werden durch Schraffierung, die Veränderung von Lichtintensitäten oder die Wahl bestimmter Pigmente Seheindrücke erzeugt, welche dem menschlichen Auge zugleich als fließend und differenziert erscheinen können. Aus technischen und physiologischen Bedingungen haben sich so Stilformen der Darstellung ergeben, denen in Bildgebung, Photographie oder Reproduktionsgraphik spezifische Funktionen zukommen, die aber durch Reduktion auf eine oder wenige Farben stets auch die Bedingungen ihrer Herstellung erkennen lassen.
Titel zum Thema:
Theorie Bildwissenschaft