Kritik der Rechtfertigungsverhältnisse
Perspektiven einer kritischen Theorie der Politik
Rainer Forst
9/2011
Suhrkamp Taschenbücher Wissenschaft Nr.1962
2011. 240 S. 18 cm
EUR 11,00
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Rainer Forst entwirft eine kritische Theorie, die unsere politische Wirklichkeit auf ihre Defizite und ihre Potentiale hin zu entschlüsseln vermag. Dazu bedarf es einer Perspektive, die sozialen und politischen Praktiken immanent ist und sie zugleich transzendiert. Forst betrachtet die Gesellschaft daher als "Rechtfertigungsordnung", die aus Komplexen verschiedener auf Institutionen bezogener Normen und entsprechender Rechtfertigungspraktiken besteht. Eine "Kritik der Rechtfertigungsverhältnisse" hat somit die Aufgabe, Legitimationen in ihrer Geltung und Genese zu analysieren sowie die ungleiche Verteilung von "Rechtfertigungsmacht" zu thematisieren. Vom Begriff der Rechtfertigung als sozialer Grundpraxis ausgehend, entwickelt Forst eine Theorie radikaler Gerechtigkeit, der Menschenrechte und der Demokratie sowie der Macht und der Kritik selbst. Schließlich stellt er die Frage nach dem utopischen Horizont der Gesellschaftskritik.
Dr. Rainer Forst ist Professor am Institut für Politikwissenschaft der Universität Frankfurt/M. Er ist Autor des Buches Kontexte der Gerechtigkeit. Politische Philosophie jenseits von Liberalismus und Kommunitarismus (1994).
Titel zum Thema:
Politische Theorie Rechtfertigung