Müdigkeitsgesellschaft
Byung-Chul Han
10/2010
HAN, BYUNG-CHUL.
Müdigkeitsgesellschaft. 2. Aufl. Berlin 2010. 68 S., brosch.
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Derzeit vollzieht sich unbemerkt ein Paradigmenwechsel. Die Gesellschaft der Negativität weicht einer Gesellschaft, die von einem Übermaß an Positivität beherrscht ist. Ausgehend von diesem Paradigmenwechsel zeichnet Han die pathologische Landschaft der heutigen Gesellschaft, zu der neuronale Erkrankungen wie Depression, Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, Borderline oder Burnout gehören. Sie sind keine Infektionen, sondern Infarkte, die nicht durch die Negativität des immunologisch Anderen, sondern durch ein Übermaß an Positivität bedingt sind. So entziehen sie sich jeder immunologischen Technik der Prophylaxe und Abwehr. Hans Analyse mündet am Ende in die Vision einer Gesellschaft, die er in beabsichtigter Ambivalenz "Müdigkeitsgesellschaft" nennt.
Titel zum Thema:
Gesellschaft Gesellschaft / Psychologie, Psychotherapie, Verhalten Körper (Medizinisch) / Psychosomatik Positives Denken Psychische Erkrankung Psychosomatik Theorie Autoren