Rätselbilder des Geschlechts
Körperwissen und Medialität um 1900
Kathrin Peters
11/2010
PETERS, KATHRIN.
Bestell-Nr: 1436570
EUR 25,90
in den Warenkorb
Kathrin Peters, geb. 1967, Studium Kommunikationsdesign an der Universität-GH Essen und der UIA Helsinki, danach Studium Kulturwissenschaft und Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin, seit 2001 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Kunsthochschule für Medien Köln
Zwei Ereignisse haben das Körperwissen im späten 19. Jahrhundert verändert: Zum einen ist das der Gebrauch technischer Apparate, die den Körper auf neue Weise sichtbar werden ließen fotografische Verfahren, Röntgentechnik und die Vermessung der Gestalt. Zum anderen gewann ein Wissen an Kontur, dem zuvor eine diffuse Aufmerksamkeit zukam, das nun aber im Brennpunkt nicht nur des medizinischen Interesses stand: nämlich das Wissen vom Geschlecht. Charaktereigenschaften, anatomische Merkmale, biologische Substanzen und auch Kleidungsgewohnheiten wurden aufgezeichnet, ausgewertet und miteinander verglichen. In zahllosen Fallstudien machten sich Mediziner wie Rudolf Virchow, Magnus Hirschfeld, Gustav Fritsch und andere auf die Suche nach dem Wesen der Geschlechterdifferenz. Aber was fanden sie? Mithilfe welcher Verfahren wurde die »Substanz« des Geschlechts sichtbar zu machen versucht? Wie waren also Bilder an der Hervorbringung von Evidenzen beteiligt? Wie »sicher« war dieses Wissenüberhaupt? Und wie sehr war es von ästhetischen Vorstellungen sowohl über Körper als auch Bilder durchzogen? Die Arbeit argumentiert, dass das Körper- und Geschlechterwissen der Moderne nicht zuletzt das Ergebnis medialer und ästhetischer Bilderzeugungen ist.
Zwei Ereignisse haben das Körperwissen im späten 19. Jahrhundert verändert: Zum einen ist das der Gebrauch technischer Apparate, die den Körper auf neue Weise sichtbar werden ließen fotografische Verfahren, Röntgentechnik und die Vermessung der Gestalt. Zum anderen gewann ein Wissen an Kontur, dem zuvor eine diffuse Aufmerksamkeit zukam, das nun aber im Brennpunkt nicht nur des medizinischen Interesses stand: nämlich das Wissen vom Geschlecht. Charaktereigenschaften, anatomische Merkmale, biologische Substanzen und auch Kleidungsgewohnheiten wurden aufgezeichnet, ausgewertet und miteinander verglichen. Die Arbeit argumentiert, dass das Körper- und Geschlechterwissen der Moderne nicht zuletzt das Ergebnis medialer und ästhetischer Bilderzeugungen ist.
Titel zum Thema:
Geschlecht (Motiv In D. Bild. Kunst/Literatur) Körper (Menschl.) Medialität Theorie Gender