Die Passion des Künstlers

Kreativität und Krise im Film


3/2011


Bestell-Nr: 1451457

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Christopher Balme, geb. 1957, seit 2006 Professor für Theaterwissenschaft an der LMU München. Promotion an der Universität Otago, Neuseeland, 1993 Habilitation an der LMU. Herausgeber der Zeitschrift "Forum Modernes Theater"; ehemaliger Präsident der Gesellschaft für Theaterwissenschaft.Fabienne Liptay, geb. 1974, Juniorprofessorin für Filmgeschichte an der LMU München. Gemeinsam mit Thomas Koebner gibt sie die Schriftenreihe "Film- Konzepte" in der edition text + kritik heraus.Miriam Drewes, geb. 1971, studierte Theaterwissenschaft, Neuere deutsche Literatur und Politische Wissenschaft in Wien und München. Sie ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Theaterwissenschaft München an der LMU und als Filmdramaturgin tätig.

Der Mythos von der schöpferischen Kraft des Leidens prägt zahlreiche Künstlerbiografien und kulminiert in der Vorstellung, dass das künstlerische Genie seine Erfindungen aus den dunklen Tiefen von Melancholie und Wahnsinn schöpft. Das Kino pflegt diesen Mythos, was nicht zuletzt die Attraktivität jener Künstlerviten für den Film beweist, in denen physisches und psychisches Leid in besonderer Dichte auftreten. Das Bewusstsein über die Nähe der biografischen Geschichtsschreibung zur Fiktion und die Skepsis kunstwissenschaftlicher Forschung gegenüber der Verknüpfung von Leben und Werk geben hingegen Anlass, den Wert und Nutzen des Leidens für den künstlerischen Schaffensprozess zu relativieren. Auf der Suche nach Wegen, frei erfundene und historisch verbürgte Künstlerschicksale jenseits der erprobten und populären Muster zu erzählen, haben auch Filmemacher, Drehbuchautoren und Schauspieler versucht, die Legende des leidenden Künstlers zu variieren oder zu destruieren, um vielschichtigere Antworten auf die Frage nach der Entstehung von Kunst im komplexen Feld innerer und äußerer Bedingungen zu finden. Der Sammelband "Die Passion des Künstlers" ist der Erkundung der Triebkräfte künstlerischer Schöpfung im Film gewidmet, die zwischen Leiden und Leidenschaft, Krise und Kreativität oszillieren.

Der Mythos von der schöpferischen Kraft des Leidens prägt zahlreiche Künstlerbiographien und kulminiert in der Vorstellung, daß das künstlerische Genie seine Erfindungen aus den dunklen Tiefen von Melancholie und Wahnsinn schöpft. Das Kino pflegt diesen Mythos, was nicht zuletzt die Attraktivität jener Künstlerviten für den Film beweist, in denen physisches und psychisches Leid in besonderer Dichte auftreten.

Titel zum Thema:
Film  Film-Theorie  Künstler  Künstler (Motiv)  Künstlerbiografie
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