Der Sturm der Bilder

Zerstörte und zerstörende Kunst von der Antike bis in die Gegenwart


12/2010


Bestell-Nr: 1443209

EUR 69,80  in den Warenkorb

Das Interesse am Thema "Bildersturm" hat sich in den letzten Jahrzehnten maßgeblich verschoben. Zunehmend setzt sich die Erkenntnis durch, dass es sich bei ikonoklastischen Handlungen nicht allein um destruktive, bildauslöschende Praktiken handeln kann. Vielmehr wird der "produktive" oder "schöpferische" Charakter dieser zerstörerischen Rezeption von Werken der Bildenden Kunst bis in die jüngste Gegenwart hinein erkannt und immer genauer erfasst: von der damnatio memoriae, also der Auslöschung des bildlichen Andenkens an eine heilige oder profane Person, über Kunstraub nicht nur als Demütigung eines Kriegsgegners, sondern auch als eine Umwidmung bildkünstlerischer Werke zu beständigen Zeichen der Überlegenheit bis hin zu Transformationsprozessen und Funktionsveränderungen, wie sie sich etwa aus einer planmäßigen Musealisierung oder Überbauung und Umformung politisch oder religiös unliebsam gewordener Bauwerke ergeben können. Auch die moderne und zeitgenössische Kunst hat in entscheidendem Maß dazu beigetragen, Beschädigung, Vernichtung oder Deformierung nicht nur als destruktiven, sondern immer auch als konstruktiven, kreativen und performativen Akt eigener ästhetischer, politisch-gesellschaftlicher und weltanschaulicher Dimension ernst- und wahrzunehmen.
Exemplarisch stellt der vorliegende Band der Schriftenreihe des am Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Hamburg angesiedelten Internationalen Warburg-Kollegs diese doppelte Neuausrichtung der Forschung zu zerstörter und zerstörender Kunst vor. Sein Titel verweist bereits auf die thematische Bandbreite und den weitgefassten Zeitrahmen der in ihm versammelten Aufsätze, die allesamt ein zentrales methodologischen Anliegen verfolgen, nämlich eine präzise und differenzierte Bestimmung des Phänomens "Ikonoklasmus" in Vergangenheit und Gegenwart.

Das Interesse am Thema »Bildersturm« hat sich in den letzten Jahrzehnten maßgeblich verschoben. Zunehmend setzt sich die Erkenntnis durch, dass es sich bei ikonoklastischen Handlungen nicht allein um destruktive, bildauslöschende Praktiken handeln kann. Vielmehr wird der "'produktive" oder "schöpferische" Charakter dieser zerstörerischen Rezeption von Werken der Bildenden Kunst bis in die jüngste Gegenwart hinein erkannt und immer genauer erfaßt. Exemplarisch stellt der vorliegende Band diese doppelte Neuausrichtung der Forschung zu zerstörter und zerstörender Kunst vor. Sein Titel verweist bereits auf die thematische Bandbreite und den weitgefassten Zeitrahmen der in ihm versammelten Aufsätze, die allesamt ein zentrales methodologischen Anliegen verfolgen, nämlich eine präzise und differenzierte Bestimmung des Phänomens "Ikonoklasmus" in Vergangenheit und Gegenwart.

Titel zum Thema:
Bildersturm  Kunstzerstörung  Theorie-Bildersturm
Warenkorb
  • Es befinden sich keine Artikel im Warenkorb



Aktuell:


 

Berlin


Montag, 13. Februar 2012, 19.30 Uhr

Christoph Menke, Andreas Fischer-Lescano - Gespräch über Recht und Gewalt

Buchhandlung Walther König
an der Museumsinsel
Burgstraße 27, 10178 Berlin

mehr...

 

Mittwoch, 22. Februar 2012, 19.30 Uhr

Martina Löw. Prostitution - Herstellungsweisen einer anderen Welt

Buchhandlung Walther König
an der Museumsinsel
Burgstraße 27, 10178 Berlin

mehr...

Düsseldorf


4. Februar bis 18. Februar 2012

Duesseldorf Photo Weekend:
Rhein-Verlag

Buchhandlung Walther König
in der Kunsthalle
Grabbeplatz 4
40213 Düsseldorf

mehr...

 


Der aktuelle Büchermarkt-Katalog
und Katalog 136 - Kunst


BM_Kat            KAT_136


London


Unsere Londoner Buchhandlungen haben den begehrten Time-Out Award für 2012 erhalten

 

time_out


Verlag der Buchhandlung - Katalog Herbst 2011

Verlag