Ton-Spuren aus der Alten Welt

Europäische Filmmusik bis 1945


5/2012
Hrsg. v. Ivana Rentsch u. Arne Stollberg
2012. 320 S.



EUR 38,00 

Ivana Rentsch, Studium derMusikwissenschaft, Publizistik und Deutschen Linguistik in Zürich.
2000 - 2005 Assistentin am Institut für Musikwissenschaft der Universität Bern, Promotion 2004;
seit 2006 Assistentin am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Zürich, Habilitation 2010.
Forschungsschwerpunkte: kulturhistorische Fragestellungen, Musiktheater des 18. - 20. Jahrhunderts, tschechische Musikgeschichte.Arne Stollberg, geboren 1973 in Wetzlar, Magisterstudium der Musik-, Theater-, Film- und Medienwissenschaft in Frankfurt/M. 2004 Promotion. 2001-2004 Assistent, seit 2005 Oberassistent am Institut für Musikwissenschaft der Universität Bern. Mitglied der Schweizerischen Musikforschenden Gesellschaft. Mitherausgeber der Frankfurter Zeitschrift für Musikwissenschaft.

Als "beste" Filmmusik gilt gemeinhin jene, die nicht bewusst wahrgenommen wird und doch ist Filmmusik auf einzigartige Weise dazu imstande, eine Handlung klanglich zu intensivieren und ihr neue Bedeutungsebenen zu erschließen. "Ton-Spuren aus der Alten Welt" will das nur unbewusst Bekannte ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken und dabei zugleich ein bisher wenig erkundetes Terrain beleuchten: die europäische Filmmusik bis 1945. Während sich das Forschungsinteresse auch heute noch primär auf die Soundtracks der "goldenen Ära" Hollywoods ab den 1930er Jahren richtet, bleiben die "Ton-Spuren" der Alten Welt häu fig im Schatten.
Erst recht fühlbar werden die Lücken in der Filmmusik-Forschung mit der Erweiterung der Perspektive über das Kino der Weimarer Republik und den nationalsozialistischen Propaganda film hinaus. So stellt sich die Frage, ob sich innerhalb der europäischen Filmindustrien bis zur Zäsur des Jahres 1945 verschiedene "nationale" Traditionsstränge entwickelten oder ob das musikalische Vokabular rückblickend als ein dezidiert "gesamteuropäisches" anzusehen ist. Das Buch trägt dieser Ausgangslage Rechnung, indem es die Filmmusik- Traditionen einzelner europäischer Länder anhand ausgewählter Beispiele zum Thema macht: von Deutschland, Österreich und der Schweiz über Frankreich, Italien und Spanien bis hin zu Dänemark, der Tschechoslowakei und der Sowjetunion. Ergänzt werden die Fallstudien durch systematisch ausgerichtete Beiträge zu Theorie und Ästhetik der Filmmusik allgemein sowie zu Fragen ihrer heutigen Rekonstruktion. Mit Beiträgen von Claudia Bullerjahn, Mervyn Cooke, Christoph Henzel, Anna Katharina Hewer, Christoph Hust, Josef Kloppenburg, Sinem Kÿlÿç, Felix Lenz, Peter Moormann, Panja Mücke, Ivana Rentsch, Robert Schäfer, Stefan Schmidl, Iakovos Steinhauer, Arne Stollberg, Mariann Lewinsky Sträuli, Cristina Urchueguía und Alexandra Vinzenz.

Titel zum Thema:
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