Eine kurze Geschichte der Cahiers du Cinéma



Emilie Bickerton

11/2010
BICKERTON, EMILIE.



Bestell-Nr: 1449975

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Markus Rautzenberg, geboren 1972, promovierte nach einem Studium der Neueren Deutschen Literatur, Philosophie und Theaterwissenschaft in Philosophie und ist zur Zeit Postdoktorand am Internationalen Graduiertenkolleg "InterArt" der Freien Universität Berlin.

Eine Geschichte des Sehens und des Sehenlernens
Der Regisseur Jacques Rivette sagte einmal: "Die einzige wahre Kritik an einem Film kann nur ein anderer Film sein". Und doch gehörte er zum harten Kern des weltbekannten Filmmagazins "Cahiers du Cinéma" neben so bedeutenden Filmschaffenden wie Jean-Luc Godard, François Truffaut, Eric Rohmer und anderen, die der Filmkritik Kultstatus und der Nouvelle Vague internationalen Ruhm verschafften. Die "Cahiers du Cinéma", gegründet 1951 von André Bazin, revolutionierten die Filmkritik und das Filmemachen, aber auch die Kunstkritik. Im Stil eines Notizbuchs druckte das Magazin mit dem charakteristischen gelben Umschlag die einflussreichsten, polemischsten und tiefgehendsten Kritiken der Filmwelt. Bis heute übt es seinen Nachhall in den Arbeiten von Kritikern, Filmemachern und Cinephilen aus.
Intelligent, pointiert und scharfzüngig verfolgt Emilie Bickerton die Entwicklung der "Cahiers du Cinéma" von 1951 bis heute. Das Buch bringt eine Fülle von Informationen von den frühen Jahren über die politische Radikalisierung der "Hefte" in den späten sechziger Jahren, bis hin zu ihrer Internationalisierung und ihrer Reaktion auf das Fernsehen in den siebziger und achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Zugleich bietet sich ein faszinierender Überblick über eine entscheidende, ja explosive Phase der intellektuellen Diskussion in Frankreich und darüber hinaus. Eine Kritik der Cinéasten zu liefern, die Filmjournalismus eben nicht als markthörige Hofberichterstattung begreift hierin wäre der Anspruch zu sehen, den die Cahiers du Cinéma einmal begründet haben. Ob das heute zum Hochglanzheft mutierte Magazin angesichts rasch wechselnder Eigentümer dem noch gerecht werden kann?

"Über drei Jahrzehnte haben die 'Cahiers du cinéma' die Art und Weise geprägt, wie wir Filme sehen und verstehen im populären wie im wissenschaftlichen Bereich. Heute wirkt das Magazin kaum anregender als die Bordlektüre im Flieger ..."

Intelligent, pointiert und scharfzüngig verfolgt Emilie Bickerton die Entwicklung der "Cahiers du Cinéma" von 1951 bis heute. Das Buch bringt eine Fülle von Informationen von den frühen Jahren über die politische Radikalisierung der "Hefte" in den späten sechziger Jahren, bis hin zu ihrer Internationalisierung und ihrer Reaktion auf das Fernsehen in den siebziger und achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Zugleich bietet sich ein faszinierender Überblick über eine entscheidende, ja explosive Phase der intellektuellen Diskussion in Frankreich und darüber hinaus. Eine Kritik der Cinéasten zu liefern, die Filmjournalismus eben nicht als markthörige Hofberichterstattung begreift hierin wäre der Anspruch zu sehen, den die Cahiers du Cinéma einmal begründet haben. Ob das heute zum Hochglanzheft mutierte Magazin angesichts rasch wechselnder Eigentümer dem noch gerecht werden kann?

Titel zum Thema:
Cahiers Du Cinéma  Film-Gesch.  Film-Theorie  Filmgeschichte  Filmkritik  Godard, Jean-Luc  Rivette, Jacques  Truffaut, Francois
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