Film Farsi - Der Film und die Gesellschaft Irans



Pedram Sadough Sadough

7/2007
27256
2007. 56 S. 210 mm



EUR 13,99  in den Warenkorb

Seminararbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen, einseitig bedruckt, Note: 1,0, Bauhaus-Universität Weimar (Fakultät: Medien; Stud.gang: Medienkultur), Veranstaltung: Einführung in die Filmgeschichte, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Der Verfasser dieser Arbeit hat im Laufe seines theoretischen Studienganges ein Praxissemester im Iran durchgeführt, wo er selbständig an einer eigenen Filmproduktion eines iranischen Films arbeitete, einen iranischen Stab führte und so auch Einblick in die dortige Filmpraxis, insbesondere die der bürokratischen Hürden, erfahren konnte. Nicht nur dort hat er mit namenswerten Figuren der iranischen Medienwelt gesprochen (u.a. Zendegani, Nozari, Hashemi), sondern auch in Deutschland:Tahmine Milani. , Abstract: Diese Schrift versucht, einen Überblick auf das breite Thema des neuen iranischen Films zu schaffen. Die Motivation zur Untersuchung dieses Themas ist dabei nicht zuletzt auch durch das Eigeninteresse des iranischen Verfassers angetrieben. Da das iranische Kino aber stark mit der Gesellschaftspolitik und den kritischen Ansichten der Iraner verknüpft ist, ist es unumgänglich auch über die wichtigsten geschichtlichen Bereiche der Politik und der sich wandelnden Gesellschaft zu berichten, um iranische Filme in ihrem Wesen besser durchleuchten zu können.
Die persönliche Erfahrung über den Wandel der Gesellschaft ist auf die beiden Reisen des Autors zurückzuziehen, zwischen denen elf Jahre lagen, so dass dieser Gesellschaftswandel, nicht nur bezogen auf die Rolle der neuen selbstbewussten iranischen Frau oder den Wandel des immer dünner und offener werdenden Tschadors, sich sehr deutlich zu erkennen gab.
Der iranische Film gibt, wie jede Kunst überall sonst auch, die Gefühlslage der Nation wieder. Er ist ein Spiegel, aber durch die Einschränkungen der Pressefreiheit auch Teil der vierten Machtsäule, die wie die Presse zur Kritik verpflichtet ist und sie auch ausübt, obwohl man es ihrin dieser Kultur vorwegzunehmen zu wollen scheint. Es gibt viele Beispiele dafür, dass iranische Filme die seelische Lage der Gesellschaft zeigen, dabei in einem für den Staat erträglichen Grad soziale Kritik leisten und schier ganz nebenbei Zuschauer der ganzen Welt unterhalten, gewiss auf einer intellektuellen Ebene. Nicht umsonst floriert seit den 90er Jahren der iranische Film so erfolgreich auf den Filmfestspielen der Welt. Sie treffen den Nerv der Zeit, während sie sich im Rahmen des Möglichen bewegen müssen, um produziert werden zu können. Im Iran kritische Filme zu produzieren gleicht einer Gradwanderung.
Das ist dem Autor dieser Arbeit auch persönlich bewusst geworden als er 2004 im Iran einen Kurzspielfilm (Hedye - Das Geschenk) drehte. Einige aus dem Team baten darum, nicht mit ihrem (vollen) Namen genannt zu werden, um Komplikationen bei ihrem weiteren Filmschaffen im Iran vorzubeugen. Auch musste die gesamte Crew einen Tag lang in Untersuchungshaft, um die Produktion eines solchen Films zu erschweren. Gerade junge Filmemacher werden im Iran als "enfants terribles" gesehen (weitere Informationen unter www.hedye.de).
Diese Schrift soll aber ausschließlich die Geschichte, Form und Funktion des sogenannten Iranischen Neorealismus abzuhandeln versuchen.

Titel zum Thema:
Film / Recht, Produktion, Wirtschaft  Iran  Persien / Iran
Warenkorb
  • Es befinden sich keine Artikel im Warenkorb



Aktuell:


 


Der aktuelle Büchermarkt-Katalog
und Katalog 136 - Kunst


BM_Kat            KAT_136


London


Unsere Londoner Buchhandlungen haben den begehrten Time-Out Award für 2012 erhalten

 

time_out


Verlag der Buchhandlung - Katalog Herbst 2011

Verlag