Eva Besnyö 190-2003

Budapest-Berlin-Amsterdam. Katalogbuch zur Ausstellung in Berlin, DAS VERBORGENE MUSEUM zu Gast in der Berlinischen Galerie-Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur, 2011/2012


10/2011
BESNYÖ, EVA 1910-2003 - BERLIN, DAS VERBORGENE MUSEUM / BERLINISCHE GALERIE -

Fotografin. Budapest. Berlin. Amsterdam. Katalog hrsg. von Marion Beckers & Elisabeth Moortgat. Berlin 2011/12. 4to. 248 S. mit 180 teils ganzseit. s/w-Abb., Ausst'verz., Bibliographie, Chronologie, Index, Ppbd. - Text in dt. & engl. Sprache.


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Eva Besnyö war eine begnadete Photographin und politisch engagierte Zeitgenossin: Im Budapester Atelier von József Pécsi erwarb sie ihr photographisches Rüstzeug, Berlin öffnete ihr zu Beginn der 1930er Jahre die Augen für die Ästhetik der modernen Photographie, und in Amsterdam erfuhr sie das Ansehen einer Meisterphotographin. Neben László Moholy-Nagy und Erwin Blumenfeld gehörte sie zu den herausragenden Vertretern der "Neuen Photographie": Portraits, Architekturaufnahmen und Landschaften haben bis heute ihre Ausstrahlung behalten.

Leben und Werk der ungarisch-jüdischen Fotografin Eva Besnyö sind von der Moderne in den Künsten ebenso wie von den politisch extremen Geschicken Europas im 20. Jahrhundert von Faschismus, Nationalsozialismus, Emigration und Verfolgung geprägt.
Als Besnyö 1930 in Berlin eintraf, hatte sie die beiden folgenreichsten Entscheidungen für ihr Leben getroffen: das Fotografieren zu ihrem Beruf zu machen und dem faschistischen Ungarn für immer den Rücken zu kehren. Die modernen Künste wurden für sie zu einem überwältigenden Erlebnis: die Filme von Sergej Eisenstein, das Theater Erwin Piscators,
Paluccas Ausdruckstanz und die Vielfalt der Illustrierten und Magazine. Auf ihren Streifzügen durch Berlin mit der Rolleiflex sind ihre fotogra fischen Meisterleistungen entstanden.
Als Besnyö 1932 nach Amsterdam emigrierte, gehörte sie neben László Moholy-Nagy und Erwin Blumenfeld zu den herausragenden VertreterInnen der "Neuen Fotografie": Porträts, Architekturaufnahmen und Landschaften haben bis heute ihre Ausstrahlung behalten. Unter anderem als Chronistin der "Dolle Mina"-Frauenbewegung war sie bis in die 1980er-Jahre fotografisch tätig. Ihr Lebenswerk wurde 1994 mit dem Piet-Zwart- und dem Oeuvre-Preis ausgezeichnet. 1999 erhielt sie von der Deutschen Gesellschaft für Photographie den Dr.-Erich-Salomon-Preis.

Eva Besnyö war eine begnadete Fotografin und politisch engagierte Zeitgenossin: Im Budapester Atelier von József Pécsi erwarb sie ihr fotografisches Rüstzeug, Berlin öffnete ihr zu Beginn der 1930er-Jahre die Augen für die Ästhetik der modernen Fotografie und in Amsterdam erfuhr sie das Ansehen einer Meisterfotografin.

Titel zum Thema:
Ausstellungskataloge; Fotografie  Berlin; Museen  Berlinische Galerie  BESNYÖ, EVA  Foto-Mono  Xberlin
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