Debord: Melancolische Revolution



Jörn Etzold

2009
DEBORD, GUY - Etzold, Jörn.



Bestell-Nr: 1430646

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Wer war Guy Debord? Aktionskünstler, marxistischer Werttheoretiker, Filmemacher, Revolutionär oder letzter klassischer Schriftsteller der französischen Literatur? Scharlatan oder Ikone? Die melancholische Revolution des Guy-Ernest Debord will den Polemiken zu Debord keine weitere hinzufügen. Jörn Etzold sieht in Debords Gesten vielmehr Artikulationen des Politischen im Angesicht einer unhintergehbaren Verschränkung von Politik, Ökonomie und Ästhetik. Debord hat dieser Verschränkung den Namen "Gesellschaft des Spektakels" gegeben. Doch wird sie von ihm nicht nur konstatiert; in zahlreichen Formen experimentiert Debord mit Möglichkeiten, sich ihr auf Augenhöhe zu stellen. Sichtbar wird dabei weniger eine totale Theorie als eine Politik des Singulären - kein Konzept, kein Modell, nicht einmal eindeutig benutzbare Begriffe. Aber ein Arsenal von Formen, Gesten, Taktiken, Tricks und Effekten. Sichtbar wird Guy Debord als melancholischer Allegoriker, der die Welt zu entschlüsseln versucht und doch ihre Unlesbarkeit eingestehen muss, der einen heroischen Krieg gegen den spektakulären Kapitalismus führen will und dem doch nur Filmbilder und Buchstaben bleiben. Eben durch seine Gesten aber übt Debord heute einen enormen, wenngleich untergründigen Einfluss aus.

"Abschaffung der Friedhöfe. Vollständige Zerstörung der Leichen und dieser Art von Erinnerungen: weder irdische Überreste noch Spuren." (Guy Debord, Projekt rationeller Verschönerungen der Stadt Paris, 1955)

Jörn Etzold studierte "Drama, Theater, Medien" an der Universität Gießen. Er arbeitete als Regisseur und Performer und war Mitglied der Graduiertenkollegs "Zeiterfahrung und ästhetische Wahrnehmung" in Frankfurt am Main und "Mediale Historiographien" in Weimar, Erfurt und Jena. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der Universität Gießen.

Wer war Guy Debord? Aktionskünstler, marxistischer Werttheoretiker, Filmemacher, Revolutionr oder letzter klassischer Schriftsteller der französischen Literatur? Scharlatan oder Ikone? Die melancholische Revolution des Guy-Ernest Debord will den Polemiken zu Debord keine weitere hinzufgen. Jörn Etzold sieht in Debords Gesten vielmehr Artikulationen des Politischen im Angesicht einer unhintergehbaren Verschrnkung von Politik, Ökonomie und Ästhetik.

Titel zum Thema:
Debord,Guy  Kunst - Zeitgenössisch Situationisten  Theorie-Debord
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