Eichler: Augsburger Prunkkabinette mit Uhr
Christine Kowalski
10/2011
EICHLER, HEINRICH d.Ä. - Kowalski, Christine.
Die Augsburger Prunkkabinette mit Uhr von Heinrich Eichler d.Ä. (1637-1719) und seiner Werkstatt. Berlin 2011. 4to. 208 S. mit 154 meist farb., teils ganzseit. Abb., Bibliographie, Indices, Ln.
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Christine Kowalski, geb. 1977 in Elmshorn, wurde an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim zur Diplomrestauratorin ausgebildet und 2010 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelm Universität zu Bonn in Kunstgeschichte promoviert. Ihre Forschungsschwerpunkte sind barocke Möbel und Raumausstattungen, mittelalterliche Elfenbeinarbeiten und Materialtechnologie.Rüdiger Becksmann, geb. 1939 in Heidelberg
Studium der Kunstgeschichte und der christlichen Archäologie. 1965 Promotion über hochgotische Glasmalerei am Oberrhein. Seither für das deutsche "Corpus Vitrearum Medii Aevi" (CVMA) tätig, dessen Leitung er seit 1970 innehat. Seit 1991 Präsident des gesamtdeutschen CVMA.
Erstmals stellt die Autorin eine Gruppe Augsburger Möbel vor, die zwischen 1685 und 1720 entstanden ist, und verfolgt deren Entwicklung vom Kabinettschrank zum preziösen Kunstwerk. Die Augsburger Silberkistler erregten mit diesen Arbeiten europaweit Aufsehen; ihre Arbeitsweise wurde vorbildhaft für die Produktion von Prunkmöbeln im 18. Jahrhundert. In einer umfassenden kunsthistorischen Untersuchung der Augsburger Prunkkabinette mit Uhr wird deren zeitliche Einordnung und Stellung innerhalb der Gruppe geklärt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in den naturwissenschaftlichen Analysen der verwendeten Materialien und Herstellungstechniken. Ausführlich geht die Autorin auch auf die einzelnen Funktionen sowie die umfangreichen Figuren- und Bildprogramme ein. Ein Kapitel ist der Identifizierung der Werkstatt des Heinrich Eichler d. Ä. (1637 - 1719) und der kooperierenden Künstler gewidmet. Eine Sichtung der Vorlagen, Zeichnungen und Kupferstiche rundet die Geschichte dieser Möbel ab, bevor Fragen des Auftragsablaufs und der Finanzierung erörtert werden. Die Käufer sowie die Standorte in ganz Europa schärfen schließlich den Blick für die herausragende Bedeutung dieser Prunkstücke.
Mit dieser auf reiches Quellenmaterial gestützten Grundlagenarbeit über die Augsburger Prunkkabinette mit Uhr wird ein exemplarischer Beitrag zu einer von der Kunstgeschichte bisher recht stiefmütterlich behandelten Werkgruppe der barocken Möbelkunst geleistet.
Erstmals stellt die Autorin in der vorliegenden Arbeit eine Gruppe Augsburger Möbel vor, die zwischen 1685 und 1720 entstanden sind, und verfolgt deren Entwicklung vom Kabinettschrank zum preziösen Kunstwerk.
Titel zum Thema:
Augsburg, Kunst; Kunsthandwerk Eichler, Heinrich Eichler,Heinrichd.Ä. Kabinettschrank Kg-Möbel:Mono Künstler Vor 1800 Räderuhren