Die Bilder sind unter uns
Das Geschäft mit der NS-Raubkunst
Stefan Koldehoff
8/2009
KOLDEHOFF, STEFAN.
Bestell-Nr: 1435047
EUR 22,95
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Stefan Koldehoff, geboren 1967 in Wuppertal, hat nach einem Studium der Kunstgeschichte, Germanistik und Politikwissenschaft zunächst als freier Journalist für FAZ, taz und WDR gearbeitet. Von 1998 bis 2001 war er Redakteur und zuletzt stellvertretender Chefredakteur des Kunstmagazins ART in Hamburg. Heute arbeitet er als Kulturredakteur beim Deutschlandfunk in Köln.
Gemälde von Picasso, Kirchner, Rembrandt, van Gogh oder Tizian - die Liste der zwischen 1933 und 1945 den Juden gestohlenen oder weit unter Wert gekauften Bilder ist lang. Unzählige Galeristen, Händler, Auktionshäuser und Kuratoren waren an diesem Unrecht beteiligt - und zwar so systematisch und gründlich, dass sie über dieses Netzwerk bis heute Museen und Sammler ohne Probleme mit Raubkunst versorgen können.
Die direkt Verantwortlichen wurden nicht zur Rechenschaft gezogen und verdienten mit den gestohlenen Bildern ein Vermögen - und die heute involvierten Museen und privaten Sammler fordern unverhohlen einen Schlusstrich und weigern sich, den überlebenden Erben die Bilder ihrer ermordeten Familien zurückzugeben. Stefan Koldehoff zeigt erstmals in seinem Buch, wie das Kartell der Kunsthändler funktioniert und warum die Politik auf höchster Ebene darüber kein Wort verliert.
Über 600.000 Kunstschätze wurden zwischen 1933 und 1945 jüdischen Familien, Galeristen und Sammlern gestohlen oder weit unter Wert versteigert. Über sechzig Jahre später ist der Handel mit NS-Raubkunst mehr denn je ein höchst lukratives Geschäft - und staatliche Museen, Auktionshäuser und private Sammler mischen kräftig mit. Stefan Koldehoff begibt sich auf die Spur der Täter und Profiteure. Er enthüllt, mit welchen legalen und illegalen Methoden geraubte Kunst den Weg in Sammlugen und Museen gefunden hat. Und er beschreibt den politischen Skandal eines Kartells der Kunstbranche, das die enteigneten Bilder bis heute nicht zurückgeben will.
Titel zum Thema:
Beutekunst Kunstraub Museologie-Raub Restitution