KWB 32: Wyss. Vom Bild zum Kunstsystem. 2 Bde.
Beat Wyss
Verlag der Buchhandlung Walther König
1/2006
WYSS, BEAT.
Bestell-Nr: 1362010
ISBN: 978-3-86560-030-1
EUR 48,00 EUR 24,00
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Beat Wyss, geboren 1947 geboren in Basel. Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und deutscher Literatur in Zürich. Seit Oktober 2004 Professor für Kunstwissenschaft und Medientheorie and der HfG Karlsruhe. Zahlreiche Veröffentlichungen.
Das Buch nähert sich den Bildern in vier Schritten.Der erste geht gleich auf s Ganze und fragt nach der Wahrheit im Bild heute, da wir das fotografische Zeitalter überschritten haben. Als wahre Spur des Wirklichen schien das fotomechanische Lichtbild den Gegenstand als Lichtschatten zu bannen und damit zu bezeugen: `Dieses da ist da gewesen!`Im Zeitalter des digitalen Bildes ist dieser Anspruch brüchig geworden. Das erste Kapitel handelt davon, dass Wahrheit nicht mehr im Bild steckt, sondern in der Glaubwürdigkeit seiner Agenten. Die Autorität von visuellen `Tatsachenbeweisen` tritt damit außer Kraft, und es gelten wieder die Regeln der Rhetorik.Für seine Geschichte der Bilder, hin zum Bild als autonomen Kunstwerk in der Moderne, legt Beat Wyss drei Erklärungsmodelle für Sinnentstehung übereinander: Charles S. Peirces Semiotik, Sigmund Freuds Psychoanalyse und Niklas Luhmanns Systemtheorie. Auf diese Weise kommen die Bilder in ihrer Geschichtlichkeit, in ihrer zeitlich begrenzten Gültigkeit als Medium zu ihrem Recht, die Welt glaubhaft zu zeigen. Trotzdem bleibt die Wahrheit in den Bildern Verhandlungssache. Das Bild ist Partitur für gemeinsame Deutungsarbeit.Der zweite Band, als reiner Tafelband, macht diese Geschichte augenfällig.
Das Buch nähert sich den Bildern in vier Schritten. Der erste geht gleich auf's Ganze und fragt nach der Wahrheit im Bild heute, da wir das photographische Zeitalter überschritten haben. Als wahre Spur des Wirklichen schien das photomechanische Lichtbild den Gegenstand als Lichtschatten zu bannen und damit zu bezeugen: "Dieses da ist da gewesen!" Im Zeitalter des digitalen Bildes ist dieser Anspruch brüchig geworden. Das erste Kapitel handelt davon, Daß Wahrheit nicht mehr im Bild steckt, sondern in der Glaubwürdigkeit seiner Agenten. Die Autorität von visuellen "Tatsachenbeweisen" tritt damit außer Kraft und es gelten wieder die Regeln der Rhetorik. Für seine Geschichte des Bildes, hin zum Bild als autonomen Kunstwerk in der Moderne, legt Beat Wyss drei Erklärungsmodelle als Sinnentstehung übereinander: Charles S. Peirces Semiotik, Sigmunds Freuds Psychoanalyse und Niklas Luhmanns Systemtheorie. Auf diese Weise kommen die Bilder in ihrer Geschichtlichkeit, in ihrer zeitlich begrenzten Gültigkeit als Medium zu ihrem Recht, die Welt glaubhaft zu zeigen. Trotzdem bleibt die Wahrheit in den Bildern Verhandlungssache. Das Bild ist Partitur für gemeinsame Deutungsarbeit. Der zweite Band als reiner Tafelband macht diese Geschichte augenfällig.
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