Steingräber: Etruskische Wandmalerei

Von der geometrischen Periode bis zum Hellenismus


Stephan Steingräber

7/2006
STEINGRÄBER, STEPHAN.

Etruskische Wandmalerei. Von der geometrischen Periode zum Hellenismus. Von Stephan Steingräber. München 2006. 24 x 32 cm. 327 S. mit 71 ganz- bzw. doppelseit. Farbtafeln sowie 418 (269 farb., teils ganzseit.) Abb., Grundrissen & Zeichn. im Text & 1 Karte. Ausst.verz., Bibliogr., Chronol., Glossar, Indices. Leinen.


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Erst durch die Etrusker wurde Rom im Lauf des 6. Jahrhunderts v.Chr. zu einer echten Stadt mit monumentalen Tempeln, Stadtmauer, Forum und Circus. Zu dieser Zeit beherrschten die Etrusker nicht nur die Toskana, ganz Latium und Westumbrien, sondern auch Teile Norditaliens und Campaniens. Als Seemacht und Piraten gefürchtet, waren sie jedoch als Handelspartner geschätzt. Ihre Verbindungen reichten von Phönikien bis Karthago, von Griechenland und Kleinasien bis nach Frankreich und Spanien. Vor allem der enge Kontakt mit Griechenland prägte über viele Jahrhunderte maßgeblich die Kunst und Kultur Mittelitaliens. Im Lauf des 4. Jahrhunderts eroberten die Römer Etrurien zwar militärisch, doch lebten etruskische Kunst und Sprache bis ins 1. Jahrhundert v.Chr. fort. Erst die Renaissance und dann vor allem das 18. Jahrhundert begannen sich wieder für die Etrusker zu interessieren. Nach und nach entdeckte man ihre Grabanlagen - und darin Wandmalereien, deren Farbenpracht, Themenvielfalt undOriginalität in Staunen versetzten.
Orientalische und griechische Einflüsse verschmelzen hier mit etruskischen Elementen zu einem einzigartigen Stil, der ahnen läßt, wie die verlorengegangenen Monumentalmalereien des antiken Griechenland ausgesehen haben.
Stephan Steingräber, Professor für Etruskologie an der Universität Roma Tre, ist der Autor unseres mit Gesamt- und Detailaufnahmen reich bebilderten Bandes, der als neues Standardwerk zur etruskischen Wandmalerei gelten kann.

Der reich bebilderter Band führt in die etruskischen Nekropolen von Tarquinia, Veji, Vulci, Cerveteri, Orvieto und Chiusi und läßt in brillanten Gesamt- und Detailaufnahmen der Freskenzyklen an Gelagen, Jagden, Tänzen und Wettspielen zu Ehren der Toten teilnehmen. Stephan Steingräber hat sich als Archäologe auf die etruskisch-italische Kultur im Mittelmeerraum spezialisiert. Er lehrt als Professor für Etruskologie und Italische Antike an der Universität Roma Tre.

Titel zum Thema:
Antike-Etrusker  Bm-Antike  Bm-Kunstvor1800  Etrusker, Kunst; Malerei  Wandmalerei
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