Jeff Koons
Engl.-Dtsch.-Französ.
Hans Werner Holzwart
4/2009
JEFF KOONS. Hrsg. von Hans Werner Holzwarth. Beitr. von Katy Siegel, Ingrid Sischy, Eckhard Schneider & Jeff Koons. Köln 2009. 26 x 32,5 cm. 592 S. mit mehr als 500 meist farb., teils ganzseit. Abb., Ausst'verz., Bibliographie, Chronologie. Gebunden. In dt., engl. & franz. Sprache.
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Katy Siegel, geboren 1966, ist Professorin für Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Zeitgenössische Kunst am Hunter College in New York und Dozentin für Malerei und Druck an der Yale School of Art.
Ob Ausgefallenes, Kitschiges oder Konzeptionelles, die Kunst des Jeff Koons ist alles andere als konformistisch. Seit er in den 1980er-Jahren das Establishment der Kunstwelt mit seinen dreisten Basketball-Skulpturen und übergroßen Spielzeugen aus rostfreiem Stahl aufscheuchte, galt Koons alseine Art böser Bube - ein Ruf, den er in den frühen 1990er-Jahren mit Werken festigte, die ihn und seine damalige Frau Cicciolina, italienischer Pornostar und Politikerin, beim Sex zeigten. Nach dieser bewegten Phase wandte er sich anderen Dingen zu und schuf den gargantuesken Puppy, eine fast 15 Meter hohe, aus Blumen zusammengesetzte Skulptur eines Terriers, die heute vor dem Guggenheim-Museum in Bilbao steht. Koons' Verwertung des Banalen in Form von vergrößerten Objekten und/oder als Verkörperung von Kitsch und der Bildersprache der Popkultur wurde zu seinem Markenzeichen.Böse Zungen mögen angesichts solcher Werke in pessimistischer Weltsicht schwelgen, aber Koons' Arbeiten erzielen auf Auktionen Millionenzuschläge und seine Platz an vorderster Front der zeitgenössischen Kunstszene wird längst nicht mehr bestritten.
Diese ausführliche Monographie beinhaltet einen biographischen Essay von Ingrid Sischy, einen Text von Eckhard Schneider über Koons' Werk aus europäischer Perspektive und detaillierte Analysen der Kunsthistorikerin und Kritikerin Katy Siegel, die Koons' Karriere von 1979 bis heute am Beispiel hunderter großformatiger Abbildungen verfolgt.
Titel zum Thema:
Bm-Kunstnach45 Koons, Jeff Künstler Zeitgenossen