Auge und Wort 6: Wege ins 20. Jahrhundert
Werner Spies
10/2008
SPIES, WERNER.
Wege ins 20. Jahrhundert. Auge und Wort. Gesammelte Schriften zu Kunst und Literatur, Bd. 6. Berlin 2008. 449 S. mit teils farb. Abb., Index, Ppbd.
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Werner Spies, geboren 1937, leitete von 1997 bis 2000 als Direktor das Musee national d'art moderne et Centre de Creation industrielle im Centre Georges Pompidou in Paris und lehrte bis 2002 als Professor für die Kunst des 20. Jahrhunderts an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf. Zahlreiche Publikationen und Aufsätze zur Kunst des 20. Jahrhunderts, vor allem Standardwerke zu Pablo Picasso und Max Ernst. Für das Jahr 2005 bereitet er eine Max-Ernst-Retrospektive im Metropolitan Museum, New York, vor.
Die Demoiselles d'Avignon sind am Ende dieses Bandes der Wendepunkt. Werner Spies widmet sich der historistischen Kunst in Frankreich, die zum Gegenbild der Moderne werden sollte. Erst die Auseinandersetzung mit dieser Kunst erlaubt die Darstellung der Entwicklung zu den Werken von Géricault und Delacroix, Courbet und Manet und schließlich des Beginns der Moderne bei Cézanne, van Gogh und Gauguin. Dass neben der offiziellen Kunst der Akademie gerade in den bisher wenig beachteten zeichnerischen Werken von Diderot über Grandville und Doré zu Ensor viele der später in die Moderne übernommenen stilistischen Mittel entwickelt wurden, zeigt der Autor ebenso, wie die Auswüchse der gründerzeitlichen Massenkultur.
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20. Jahrhundert, Kunst Kunstgeschichte Theorie Autoren