Auge und Wort 8: Zwischen Action Painting + Op Art
Werner Spies
10/2008
SPIES, WERNER.
Zwischen Action Painting und Op Art. Auge und Wort. Gesammelte Schriften zu Kunst und Literatur, Bd. 8. Berlin 2008. 377 S. mit teils farb. Abb., Index, Ppbd.
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Werner Spies, geboren 1937, leitete von 1997 bis 2000 als Direktor das Musee national d'art moderne et Centre de Creation industrielle im Centre Georges Pompidou in Paris und lehrte bis 2002 als Professor für die Kunst des 20. Jahrhunderts an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf. Zahlreiche Publikationen und Aufsätze zur Kunst des 20. Jahrhunderts, vor allem Standardwerke zu Pablo Picasso und Max Ernst. Für das Jahr 2005 bereitet er eine Max-Ernst-Retrospektive im Metropolitan Museum, New York, vor.
Die Entwicklung der Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg setzt in diesem Band ein mit zwei Texten über den Bauhaus-Künstler und dann in die USA ausgewanderten Josef Albers, dessen Farbkunst viele junge amerikanische Künstler beeinflusste. In den USA entstanden die vitalen Gegenbewegungen gegen eine europäische Nachkriegskunst, die sich zwischen sublimem Formzerfall und der Suche nach mythischen Ursprungsformeln verzettelte. Von Jackson Pollock über Barnett Newman, als den Energiezentren dieser Bewegung, führt der Weg wieder zurück nach Europa zu Victor Vasarely, der als Protagonist der Moderne kaum in Erscheinung trat. Werner Spies zeigte früh, das konsequente Darstellung optischer Phänomene die Person des schaffenden Künstlergenies in Frage stellte und dass Vasarely die Möglichkeit des Mediums Film und die Reproduzierbarkeit seiner Werke bereits in einer Bewusstheit einsetzte, die weit über seine Zeit hinaus wies.
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