Bleibe, Athen
Jacques Derrida
6/2010
DERRIDA, JACQUES.
Bleibe, Athen. Photographien von Jean-Francois Bonhomme. Wien 2010. 104 S. mit s/w-Abb., brosch.
Bestell-Nr: 1445340
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Im Sommer 1996 reist Jacques Derrida nach Griechenland. Im Gepäck: Photographien von Jean-François Bonhomme mit Motiven aus Athen - Antikes und Alltagsszenen gemischt -, sowie das Versprechen, ihre Publikation mit einem Text zu begleiten.
Jacques Derrida, 1930 in El-Biar, Algerien, geboren, war Professor für Philosophiegeschichte an der Ecole Normale Superieure in Paris. 2004 starb Jacques Derrida.Peter Engelmann, geboren 1947 in Berlin, ist Philosoph und Verleger des Passagen Verlages in Wien.
Im Sommer 1996 reist Jacques Derrida nach Griechenland. Im Gepäck: Photographien von Jean-François Bonhomme mit Motiven aus Athen. Antikes und Alltagsszenen gemischt, sowie das Versprechen, ihre Publikation mit einem Text zu begleiten. Der wie eine Momentaufnahme plötzlich auftauchende Leitgedanke ist datiert, 3. Juli, gegen Mittag, nahe Athen. Ein vieldeutiger, im Fortgang des Textes viel gedeuteter Satz über den Tod, die Schuld und uns. Der Wunsch, ihn in Stein zu meißeln, führt zum ersten Bild (ein Grabmal aus dem Kerameikos), das auch als Metonymie aller anderen gesehen werden kann. Sogleich steht auch die Form des Textes fest: aphoristisch und seriell , um in Anlehnung an die Photographie mit dem Schwarzen (der Schrift) und dem Weißen (der Lücke), mit Hell und Dunkel, Licht und Schatten zu spielen. Reflektiert wird, auf den Spuren von Sokrates und Platon, der Zusammenhang von Philosophie, Photographie ( Photographie: Schrift aus Licht, gibt es ein griechischeres Wort? ) und Tod. Vielleicht ist es ein Buch der Epitaphien, das im photographischen Bild (die) Trauer trägt.
Titel zum Thema:
Aphorismen Bonhomme, Jean-Francois Derrida,Jacques Fotografie Philosophie Theorie-Derrida