Das Tier, das ich also bin
Jacques Derrida
10/2010
DERRIDA, JACQUES.
Das Tier, das ich also bin. Wien 2010. 275 S., brosch.
Bestell-Nr: 1454973
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Jacques Derrida, 1930 in El-Biar, Algerien, geboren, war Professor für Philosophiegeschichte an der Ecole Normale Superieure in Paris. 2004 starb Jacques Derrida.Peter Engelmann, geboren 1947 in Berlin, ist Philosoph und Verleger des Passagen Verlages in Wien.
Die Frage nach dem Tier ist für Derrida stets von großer Bedeutung gewesen und in vielen Texten präsent. Der von Marie-Louise Mallet posthum zusammengestellte Band versammelt die vier Teile eines langen Vortrags, den Jacques Derrida 1997 auf einem ihm gewidmeten Kolloquium zum Thema L Animal autobiographique in Cerisy-la-Salle gehalten hat.
Die in der philosophischen Tradition verankerte Dichotomie von Mensch und Tier stellt dem vernunftbegabten Subjekt ein den logos entbehrendes homogenes Tier gegenüber. Sie begründet damit eine logozentrische Herrschaftsposition des Menschen, dessen potenzielle Animalität ausgelöscht wird. Derrida unterläuft diese gewaltsamen Zugriffe von Sprache und Denken, indem er ein neues Wort einführt: animot. Es zeigt, dass die Rede von dem Tier nur ein Wort (mot) ist, und gibt homophon zu hören, dass es Tiere (animaux) nur im Plural gibt. Im Durchgang durch die Tradition von Aristoteles über Descartes, Kant, Heidegger bis Lacan und Lévinas sowie unter Befragung der Erfahrungen der Nacktheit und des Leidens verweist Derrida auf die Zerbrechlichkeit der angenommenen Grenzen des Eigenen des Menschen, die den klassischen Mensch-Tier-Gegensatz begründen.
Die Frage nach dem Tier ist für Derrida stets von großer Bedeutung gewesen und in vielen Texten präsent: Vier Teile eines langen Vortrags, den Jacques Derrida 1997 auf einem ihm gewidmeten Kolloquium zum Thema "L'Animal autobiographique" gehalten hat.
Titel zum Thema:
Animus Derrida, Jacques Philosophie Theorie-Derrida