Der große Beschleuniger
Paul Virilio
4/2012
VIRILIO, PAUL.
Der große Beschleuniger. Wien 2012. 88 S., brosch.
Bestell-Nr: 1475918
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Der Exodus ist nicht mehr linear, sondern kreisförmig: Die Inbetriebnahme des weltgrößten Teilchenbeschleunigers im September 2008 markiert für Paul Virilio das Ende der anthropostatischen Seßhaftigkeit. In seinem neuesten Essay kreist der Denker der Geschwindigkeit einmal mehr um sein Kerntema: die Beschleunigung der Realität.
Paul Virilio wurde 1932 in Paris geboren. Er begründete die École Spéciale d Architecture und lebt heute als Architekt, Stadtplaner und Schriftsteller in La Rochelle.Peter Engelmann, geb. 1747 in Berlin, ist Philosoph, Herausgeber der französischen Philosophen der Postmoderne und der Dekonstruktion und Verleger des Passagen Verlages.
Der Exodus ist nicht mehr linear, sondern kreisförmig: Die Inbetriebnahme des weltgrößten Teilchenbeschleunigers im September 2008 markiert für Paul Virilio das Ende der anthropostatischen Sesshaftigkeit.
In seinem neuesten Essay kreist der Denker der Geschwindigkeit einmal mehr um sein Kernthema: die Beschleunigung der Realität. Den titelgebenden Large Hadron Collider des CERN sieht er als Symbol der zirkulären Ausweglosigkeit, die durch den ständigen Geschwindigkeitsrausch, dem wir in der medialen Informationsflut verfallen sind, unsichtbar bleibt. Denn die erzwungene Mobilität der Menschen und Datenmengen verzerrt die natürlichen Rhythmen, was Virilio als gefährliche Abkehr von der lokalen, menschlichen Zeit zugunsten der globalen Maschinenzeit interpretiert, die wiederum die Realität jedes Einzelnen beschleunigt. Wir haben die Zeitmauer erreicht. Virilio ruft uns dazu auf, diese Hegemonie des ewigen Augenblicks der technologischen Moderne zu überwinden, uns vom Fortschrittsgedanken zu lösen und dem illuministischen Kult um die Lichtgeschwindigkeit abzuschwören.
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Geschwindigkeit Licht (Physikal.) Mobilität Realität Theorie Autoren