Derrida: Seelenstände
Das Unmögliche jenseits einer souveränen Grausamkeit
Jacques Derrida
5/2002
DERRIDA, JACQUES.
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Jacques Derrida, 1930 in El-Biar, Algerien, geboren, war Professor für Philosophiegeschichte an der Ecole Normale Superieure in Paris. 2004 starb Jacques Derrida.
In einer Lektüre Freudscher Texte, die sich um den Begriff der "Grausamkeit" ranken, erkundet Derrida mögliche Antworten auf die Frage, worin die Krise der Psychoanalyse heute besteht. Ausgehend von der These, daß die Psychoanalyse der Name dessen sein könnte, was sich ohne jegliches Alibi dem Eigensten der psychischen Grausamkeit zuwendet, versucht Derrida die Möglichkeit zu denken, wie jenseits der Logik des Todestriebes Recht, Politik, und vielleicht sogar eine Ethik begründet werden könnten, die der psychoanalytischen Revolution wie auch den Ereignissen Rechnung tragen, die einen grausamen Wandel der Grausamkeit darstellen - den technischen, wissenschaftlichen, juridischen, ökonomischen, ethischen und politischen Veränderungen unserer Zeit.
"Derridas fast zweieinhalbstündigen 'Gruß' an die Generalsstände wird niemand, der dabei war, je vergessen. Auf der ganzen Welt ist es allein in Paris vorstellbar, daß ein Philosoph sich die Sache der Psychoanalyse so zu eigen macht, daß er eine tausköpfige Menge nicht nur in den Rausch redet, sondern seine rhetorischen und denkerischen Strategien so raffiniert und überzeug einsetzt, daß neben der kollektiven Manie plötzlich doch die leise Stimme der Vernunft zu vernehmen war" (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
"Derridas fast zweieinhalbstündigen "Gruß" an die "Generalstände der Psychoanalyse" wird niemand, der dabei war, je vergessen." FAZ
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