Derrida. Vom Ereignis sprechen
Jacques Derrida
3/2003
DERRIDA, JACQUES.
Eine gewisse unmögliche Unmöglichkeit, vom Ereignis zu
sprechen.
Berlin 2003.
60 S.,
brosch.
Bestell-Nr: 1106296
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Jacques Derrida, 1930 in El-Biar, Algerien, geboren, war Professor für Philosophiegeschichte an der Ecole Normale Superieure in Paris. 2004 starb Jacques Derrida.
Vortrag im Rahmen eines Seminars mit dem Titel "Ist es möglich, vom Ereignis zu sprechen?" unter der Leitung von Gad Soussana und Alexis Nouss, Montréal 2000.
Wenn es darum geht, die Beziehung des "Sprechens" zum "Ereignis" zu klären, gibt es mindestens zwei Möglichkeiten: Zum einen gibt es das Sprechen über ein Ereignis, das Benennen und Beschreiben dessen, was geschehen ist; zum anderen gibt es ein performatives Sprechen, das selbst Ereignis ist, wie zum Beispiel ein Geständnis oder eine Verurteilung. Ist das Sprechen über ein Ereignis in gewisser Weise unmöglich, weil es immer erst nachträglich stattfinden kann und weil es, auf allgemeine Begriffe angewiesen, die Singularität des Ereignisses notwendig verfehlt, so ist es im performativen Sprechakt die Unmöglichkeit des Ereignisses selbst, die sich ankündigt: An den Beispielen der Gabe, des Verzeihens und der Gastfreundschaft zeigt Jacques Derrida, daß das Ereignis stets nur um den Preis seiner Unmöglichkeit eintreten kann.
Die einzige Möglichkeit der Erfindung ist die Erfindung des Unmöglichen.
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