Deutsche Zeitschrift für Philosophie, Sonderbände Geschlechterordnung und Staat

Legitimationsfiguren der politischen Philosophie (1600-1850)


4/2012
Bd.27
Herausgegeben von Heinz, Marion; Kuster, Friederike
2012. 440 S. 240 mm



EUR 49,80 

Die Krisenerfahrungen der Moderne führen zum Rückgriff auf vormoderne Ordnungsvorstellungen, die jene Legitimationsdefizite kompensieren sollen, die im Zuge einer Dialektik der Aufklärung entstanden sind: Die emanzipatorische Kraft der Vernunft scheint sich in eine Instanz neuer Herrschaft zu verkehren, als deren Organ die als repressiv erfahrenen Ordnungsleistungen des Staates verstanden werden. Diese Situation begünstigt die Suche nach Kräften, die menschlichem Eingriff entzogen sind und rehabilitieren die Vorstellung einer lebendigen Natur, die als normative Ordnungsquelle für die menschliche Welt fungieren soll.
Inwieweit sich gerade die Geschlechterbeziehungen als Ausdruck solch natürlicher Ordnung anbieten, ist eine der zentralen Fragen einer kritischen feministischen Philosophie. Die Untersuchungen, die die AutorInnen dieses Bandes vorlegen, bewegen sich im thematischen Umkreis dieser Fragestellung: In der Art eines Kompendiums werden in Interpretationen vorwiegend klassischer philosophischer Texte paradigmatische Legitimationsfiguren der politischen Philosophie der Epoche von 1600-1850 herausgearbeitet und der feministischen Ideologiekritik zugänglich gemacht.

Titel zum Thema:
Geschlechterrolle / Geschlechterbeziehung  Politische Philosophie
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