Die Phänomenologie
Jacques Derrida
11/2011
DERRIDA, JACQUES.
Die Phänomenologie und die Schließung der Metaphysik. Eine Einführung in Husserls Denken. Mit einer Auswahl aus seinen Schriften. Zürich 2011. 80 S., brosch.
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Jacques Derrida wurde am 15. Juli 1930 in El-Biar in der Nähe von Algier als Sohn jüdischer Eltern geboren und starb am 8.Oktober 2004 in Paris. Während seiner Schulzeit war er antisemitischen Repressionen ausgesetzt. Ab 1949 lebte er in Frankreich und besuchte das Lycée Louis-le-Grand in Paris. Von 1952 bis 1954 studierte er an der École Normale Supérieure, wo er Vorlesungen bei Louis Althusser und Michel Foucault besuchte und sich mit Pierre Bourdieu anfreundete. 1956 gewann er ein Stipendium für einen Studienaufenthalt an der Harvard University. Während seines Militärdienstes von 1957 bis 1959 lehrte er Englisch und Französisch in Algerien. Von 1960 bis 1964 war er wissenschaftlicher Assistent an der Sorbonne. Ab 1965 bis 1984 bekleidete er eine Professur für Geschichte der Philosophie an der École Normale Supérieure. 1981 gründete er die Gesellschaft Jan Hus (eine Hilfsorganisation für verfolgte tschechische Intellektuelle). Im selben Jahr wurde er in Prag verhaftet und erst nach einer energischen Intervention François Mitterrands und der französischen Regierung von der Tschechoslowakei freigelassen. 1983 gründete er das Collège international de philosophie , zu dessen erstem Direktor er gewählt wurde.
Eine luzide Einführung in das Denken Edmund Husserls.
Bei aller Klarheit und Bescheidenheit gegenüber dem philosophischen Unternehmen des Begründers der phänomenologischen Philosophie, in das dieser erstmals 1966 erschienene Text einführen möchte, ist er auch eine subtile Öffnung auf das Denken und Schreiben der Aporie, die Derridas Arbeiten seither bestimmt haben. Auf äußerst ökonomische Weise gibt der Text zu verstehen, wie gerade Husserls Phänomenologie, mit ihrem Begehren, die Rettung der Vernunft und die erneuerte Grundlegung der Wissenschaft zu leisten, zum ersten Begegnungsort mit der unnachgiebigsten Infragestellung der philosophischen Tradition und ihrer Ansprüche werden konnte.
Bei aller Klarheit und Bescheidenheit gegenüber dem philosophischen Unternehmen des Begründers der phänomenologischen Philosophie, in das dieser erstmals 1966 erschienene Text einführen möchte, ist er auch eine subtile Öffnung auf das Denken und Schreiben der Aporie, die Derridas Arbeiten seither bestimmt haben. Auf äußerst ökonomische Weise gibt der Text zu verstehen, wie gerade Husserls Phänomenologie, mit ihrem Begehren, die Rettung der Vernunft und die erneuerte Grundlegung der Wissenschaft zu leisten, zum ersten Begegnungsort mit der unnachgiebigsten Infragestellung der philosophischen Tradition und ihrer Ansprüche werden konnte.
Titel zum Thema:
Derrida,Jacques Husserl,Edmund Phänomenologie Theorie-Derrida