Fährten legen - Spuren lesen
Die Künstlersignatur als poietische Referenz
Karin Gludovatz
1/2012
GLUDOVATZ, KARIN.
Fährten legen - Spuren lesen. Die Künstlersignatur als poietische Referenz. München 2011. 244 S. mit 100 (13 farb.) Abb., Bibliographie, brosch.
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Die handschriftliche Künstlersignatur ist ein häufig auftretender, doch zu-meist buchstäblich an den Rand ge-drängter Gegenstand der bildenden Kunst. Karin Gludovatz rückt sie ins Zentrum und liest sie als Kommentar zu Inhalten und Möglichkeiten der Bilderzählung, des künstlerischen Selbstverständnisses, der bildlichen Produktion und des Bildstatus.
Die Signatur ist nie nur Autorschafts-nachweis, Faktor kunsthistorischer Kategorisierung oder fetischisierbare Abbreviatur des Künstlers. Sie kann Markierung, Spur, Siegel, Passage und Schwellenphänomen zugleich sein und ist multifunktional. Sie zieht ihr Potential aus dem spannungsreichen Verhältnis von Schrift und Bild, inso-fern sie sich bildlicher Illusion als Sujet einzufügen vermag, doch zugleich als Schrift gewissermaßen ein Realitäts-partikel innerhalb der Bildfiktion bleibt. So führt sie ein Dasein in Ambi-valenz und entfaltet dabei im Kontext des Bildgefüges semantische Viel-schichtigkeit.
Die handschriftliche Künstlersignatur ist ein häufig auftretender, doch zu-meist buchstäblich an den Rand ge-drängter Gegenstand der bildenden Kunst. Karin Gludovatz rückt sie ins Zentrum und liest sie als Kommentar zu Inhalten und Möglichkeiten der Bilderzählung, des künstlerischen Selbstverständnisses, der bildlichen Produktion und des Bildstatus.
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