Gebhardt: Das Deutsche



Volker Gebhardt

2004
GEBHARDT, VOLKER.



Bestell-Nr: 1206814

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Volker Gebhardt, 1962 in Freiburg im Breisgau geboren, studierte u. a. Kunstgeschichte am Warburg Institute in London. Von 1995 bis 1997 Programmleiter eines großen deutschen Kunstverlags. Heute betreut er die Geisteswissenschaften in einem Wissenschaftsverlag und ist als freier Autor und Publizist tätig.

Ein Gang durch die Geschichte der deutschen Kunst mit unverstelltem Blick
Die romanischen Kirchen, das bayerische Rokoko, die Malerei Dürers, Grünewalds, Caspar David Friedrichs und Max Beckmanns: in diesen Namen erkennen wir den Inbegriff deutscher Kunst.
Doch die unheilvolle deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert, die Vereinnahmung des 'Deutschen' durch die Nationalsozialisten machen den vorurteilsfreien Blick auf die eigene Kunst unmöglich. Die Kunsthistoriker der Nachkriegszeit mieden die belastete Fragestellung. Erst nach 1989 veröffentlichten Robert Suckale sowie Heinrich Klotz und Martin Warnke wieder Überblicksbände und mit den Beiträgen von Hans Belting, Jean Clair und Werner Hofmann wurde eine Kontroverse entzündet.
Vor diesem veränderten Hintergrund wagt Volker Gebhardt eine erneute Annäherung aus der Sicht der jüngeren Generation. Sein analytischer Zugriff isoliert Einzelmotive, wie den 'Deutschen Wald' oder die 'Piet als Andachtsbild', und Stilkonstanten, wie Gotik oderRokoko, von größter Aussagekraft und verfolgt deren Wandlung und Geschichte.
Von spätgotischen Pflanzengewölben und dem undurchdringlichen Dickicht in den Bildern eines Albrecht Altdorfer, zum Missbrauch als Ausdruck arischen Deutschtums im Nationalsozialismus bis in die kritische Wiederaufnahme der Nachkriegszeit durch Joseph Beuys und Anselm Kiefer sieht Gebhardt etwa die Entwicklung des Themas 'Wald' in der deutschen Kunst.
Ohne den Anspruch auf endgültige Antworten gelingt es dem Autor - mit einem wachen Auge auf die Werke selbst wie durch die kritische Betrachtung der lange beiseite geschobenen deutschen Kunstgeschichte der Vorkriegszeit -, überraschende Querblicke zu eröffnen, die unser Verständnis der eigenen Kultur und unseren Umgang mit dieser auf ein neues Niveau hebt.

Volker Gebhardts analytischer Zugriff isoliert Einzelmotive, wie den "Deutschen Wald" oder die "Pieta als Andachtsbild", und Stilkonstanten, wie Gotik oder Rokoko, von größter Aussagekraft und verfolgt deren Wandlung und Geschichte. Von spätgotischen Pflanzengewölben und dem undurchdringlichen Dickicht in den Bildern eines Albrecht Altdorfer, zum Mißbrauch als Ausdruck arischen Deutschtums im Nationalsozialismus bis in die kritische Wiederaufnahme der Nachkriegszeit durch Joseph Beuys und Anselm Kiefer sieht Gebhardt etwa die Entwicklung des Themas Wald in der deutschen Kunst. Ohne den Anspruch auf endgültige Antworten gelingt es dem Autor - mit einem wachen Auge auf die Werke selbst wie durch die kritische Betrachtung der lange beiseite geschobenen deutschen Kunstgeschichte der Vorkriegszeit -, überraschende Querblicke zu eröffnen, die unser Verständnis der eigenen Kultur und unseren Umgang mit dieser auf ein neues Niveau hebt.

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