Glanz und Elend der Weimarer Republik
Sabine Rewald
2008
REWALD, SABINE.
Bestell-Nr: 1413811
EUR 49,80
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Die deutsche Portraitmalerei der 20er Jahre fand ihre spektakulärsten Modelle in einem Milieu, das nur als halbseiden zu bezeichnen ist: in den Tanzcafes, den Bordellen und Nachtclubs und auf den Straßen Berlins. Hier traf man sich, ob alter Adel oder Neue Frau, Kriegsgewinnler oder Kriegskrüppel, Prostituierte oder Künstler. Für Maler wie Otto Dix, George Grosz und Max Beckmann, die desillusioniert und fürs Leben gezeichnet aus dem 1. Weltkrieg zurückgekehrt waren, kamen Stilleben oder Landschaften nicht mehr in Frage, ebenso wenig wie die traditionelle Portraitkunst, die von der politischen und gesellschaftlichen Prominenz auch der Weimarer Republik geschätzt wurde. Angesichts der Millionen von Arbeitslosen und gestrandeten oder geschundenen Existenzen ging es den"Veristen"der Neuen Sachlichkeit, zu denen noch Schad, Hubbuch und Schlichter zu zählen sind, in ihren Portraits und Selbstbildnissen nicht um Ähnlichkeit oder schönen Schein, sondern buchstäblich um die nackte Wahrheit - und die war gnadenlos, abstoßend, schrill und oft zynisch wie die Zeit selbst. Die von Sabine Rewald kuratierte Ausstellung 2006/2007 im Metropolitan Museum in New York traf in den USA auf erstaunlich großes Interesse. Der ebenfalls von ihr herausgegebene Katalog, den wir hier in deutscher Übersetzung vorlegen, ist eine Hommage an die"entartete Kunst"und ihre berühmten Protagonisten: Alle hier vertretenen Künstler wurden 1933 verfemt, ihre Werke verstreut oder vernichtet.
Die deutsche Portraitmalerei der 20er Jahre fand ihre spektakulärsten Modelle in einem Milieu, das nur als halbseiden zu bezeichnen ist: in den Tanzcafés, den Bordellen und Nachtclubs und auf den Straßen Berlins. Für Maler wie Otto Dix, George Grosz und Max Beckmann, die desillusioniert und fürs Leben gezeichnet aus dem 1. Weltkrieg zurückgekehrt waren, kamen Stilleben oder Landschaften nicht mehr in Frage, ebenso wenig wie die traditionelle Portraitkunst, die von der politischen und gesellschaftlichen Prominenz auch der Weimarer Republik geschätzt wurde. Der von Sabine Rewald zur gleichnamigen Ausstellung in Metropolitan Museum of Art New York herausgegebene Katalog, dessen deutsche Übersetzung hier vorliegt, ist eine Hommage an die Èentartete KunstÇ und ihre berühmten Protagonisten: Alle hier vertretenen Künstler wurden 1933 verfemt, ihre Werke verstreut oder vernichtet.
Titel zum Thema:
Ikono-Portrait Kunst 20. Jahrhundert Xnewyork