Grundbausteine einer Theorie des Mädchens

morale provisoire - 2. Aus d. Französ. v. philologischen Arm der deutschen Sektion der PI (Parti Imaginaire)


10/2009
TIQQUN.



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Das Mädchen (la Jeune-Fille) ist die Gestalt, die Ewig-Weibliches und ewigeJugend in sich vereint. Seinen Ursprung hat es im Bankrott des von der totalenKommerzialisierung überrannten Feminismus. Einzig fähig zu konsumieren(sowohl in der Freizeit wie bei der Arbeit), ist das Mädchen zugleich dasluxuriöseste Konsumgut, das gegenwärtig in Umlauf ist: die Leit-Ware, diedazu dient, alle anderen zu verkaufen. Mit dem Mädchen wird Wirklichkeit,was sich nur die überdrehtesten Krämerseelen erträumten: die autonomeWare, die spricht und geht, die lebende Sache. Doch woran erkennt man es?Zunächst daran, dass es ist, was es zu sein scheint, sonst nichts. Zum zweitenhat alles, was das Mädchen tut, etwas Professionelles an sich, da esseine gesamte Existenz als eine Frage des Managements betrachtet. AlsEigentümerin ihres Körpers, verkauft das Mädchen (»Sternchen«, Model,Reklame, Bild) seine »Verführungskraft« wie man einst seine »Arbeitskraft«verkaufte. Selbst seine Liebschaften sind Arbeit, und wie jede Arbeit prekär...Schließlich altert das Mädchen nicht, es verwest.

Das Mädchen (la Jeune-Fille) ist die Gestalt, die Ewig-Weibliches und ewige Jugend in sich vereint. Seinen Ursprung hat es im Bankrott des von der totalenKommerzialisierung überrannten Feminismus. Einzig fähig zu konsumieren (sowohl in der Freizeit wie bei der Arbeit), ist das Mädchen zugleich das luxuriöseste Konsumgut, das gegenwärtig in Umlauf ist: die Leit-Ware, die dazu dient, alle anderen zu verkaufen. Mit dem Mädchen wird Wirklichkeit,was sich nur die überdrehtesten Krämerseelen erträumten: die autonome Ware, die spricht und geht, die lebende Sache. Doch woran erkennt man es? Zunächst daran, daß es ist, was es zu sein scheint, sonst nichts. Zum zweiten hat alles, was das Mädchen tut, etwas Professionelles an sich, da es seine gesamte Existenz als eine Frage des Managements betrachtet. Als Eigentümerin ihres Körpers, verkauft das Mädchen ("Sternchen", Model,Reklame, Bild) seine "Verführungskraft" wie man einst seine "Arbeitskraft" verkaufte. Selbst seine Liebschaften sind Arbeit, und wie jede Arbeit prekär...Schließlich altert das Mädchen nicht, es verwest.

Titel zum Thema:
Androgynie  Geschlechterrolle / Geschlechterbeziehung  Mädchen  Theorie Autoren
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