Helden Afrikas
Katalog zur Museum Rietberg, Zürich, 2012
2/2012
HELDEN AFRIKAS - ZÜRICH, MUSEUM RIETBERG - Ein neuer Blick auf die Kunst. Katalog von Alisa LaGamma. New York/Zürich 2011/12. 4to. XII, 308 S. mit 286 (228 farb.) teils ganzseit. Abb. & 8 Karten, Bibliographie, Index, Ppbd.
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In den höchsten Tönen wird derzeit eine Schau im Metropolitan Museum, New York, gelobt: "Wenn Sie denken, afrikanische Kunst sei nicht so Ihr Ding, dann gibt es jetzt eine Ausstellung, die Ihre Meinung ändern könnte. Sie ist so schön anzuschauen, wie es eine Ausstellung nur sein kann", schreibt etwa die New York Times. Ab Februar 2012 wird die vielgepriesene Ausstellung im Zürcher Museum Rietberg gezeigt, und dazu erscheint das begleitende Buch auf Deutsch. Helden präsentiert Skulpturen von Herrschern und anderen prägenden Persönlichkeiten aus mehr als acht Jahrhunderten und räumt mit zahlreichen falschen Vorstellungen auf, die gerade in Europa über die afrikanische Kunst grassieren. Zum Beispiel mit der, Naturalismus sei eine exklusiv europäische Erfindung gewesen.
Die Skulpturen aus Terrakotta, Holz und Elfenbein stammen aus acht Regionen in West- und Zentralafrika und datieren vom 12. bis ins frühe 20. Jahrhundert. Sie sind das materielle Vermächtnis längst vergangener, vorkolonialer Zeiten. Und sie begeistern durch die Motivik, durch stilistische Vorzüge wie durch ihre Vielfalt. Zudem bieten die Kunstwerke Gelegenheit, mehr über wichtige historische Persönlichkeiten zu erfahren, und ermöglichen Einsichten in die verborgenen Bedeutungen, die hinter diesen grossartigen Skulpturen stehen.
Ausstellungspublikation Museum Rietberg, Zürich (26. Februar bis 3. Juni 2012)
Die deutsche Ausgabe des umfangreichen Katalogs zu der legendären Ausstellung des Metropolitan Museum New York. Dessen Direktor Thomas B. Campbell schreibt im Vorwort: "Heroic Africans / Helden Afrikas" ist gleich in verschiedener Hinsicht eine bahnbrechende Ausstellung. Anstatt lediglich einzelne Meisterwerke afrikanischer Künstler zu betrachten, ordnet die Kuratorin Alisa LaGamma sie in das breitere Kontinuum der Kunstgeschichte ein. Dabei läßt sie alle pauschalen Vorurteile zum Wesen der afrikanischen Kunstformen hinter sich und eröffnet uns stattdessen eine echte Wertschätzung des künstlerischen Erbes des Kontinents, indem sie einen neuen Blick auf dessen ästhetische Ausdrucksformen wirft und die Skupturen bis zu ihren ursprünglichen, menschlichen Vorbildern zurückverfolgt. Sowohl in der Ausstellung als auch in diesem Begeitband deckt sie entscheidende, bislang unbekannte Verbindungen zwischen den künstlerischen Traditionen verschiedener Kulturen Afrikas und darüberhinaus auf. Hier werden Meisterwerke der afrikanischen Skulptur, die Sammler und Museen weltweit großzügig zur Verfügung gestellt haben, aus einer neuen, frischen Perspektive betrachtet."
Titel zum Thema:
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