Herold: What a Life

Katalog zur Ausstellung in der Kunsthalle Baden-Baden, im Kunstverein Hannover und im Museum Moderner Kunst Kärnten, Klagenfurt, 2005. Dtsch.-Engl.


1/2005
HEROLD, GEORG - KLAGENFURT, MUSEUM MODERNER KUNST -

What a Life.
Katalog hrsg. von Stephan Berg & Matthias Winzen. Baden-Baden u.a.O. 2005. 4to.
376 S. mit 517 (341 farb.) teils ganzseit. Abb., Ausst'verz., Bibliographie,
Ppbd. - Text in dt. & engl. Sprache.


Bestell-Nr: 1246414

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Der 1947 in Jena geborene Georg Herold, seit mehreren Jahren nun schon Professor an der renommierten Kunstakademie in Düsseldorf, ist in seiner Generation einer der Großen, den es jedoch für viele noch zu entdecken gilt. Über Jahre als Mitglied der Troika Kippenberger, Oehlen, Herold geführt, ist der Blick nach dem Tod Kippenbergers nun endlich befreit auf das Schaffen dieses einzigartigen Künstlers gerichtet. Dabei galt vielen Betrachtern schon seit längerem der trockene Humor und die konstruktive Gewitztheit des ehedem aus der DDR freigekauften Künstlers als eigentlicher Hintergrund der über Jahre vor allem im Rheinland bewunderten Truppe.

What a Life, die Dachlatte als Lachplatte
Georg Herold stellte Anfang der achtziger Jahre zusammen mit Martin Kippenberger, Werner Büttner und Albert Oehlen Kunst und Kunstbetrieb in Frage und entwickelte daraus - anders als die "Jungen Wilden" dieser Generation - einen nachhaltigen, bis heute produktiven Skeptizismus. Seine Skulpturen aus Materialien wie Dachlatten, Ziegelsteinen, Draht und Gegenständen des alltäglichen Gebrauchs nehmen kritisch und ironisch auf Gesellschaft, Politik und moderne Kunst Bezug und fordern den Betrachter zum Weiterdenken über die Begrifflichkeiten auf, mit denen er Kunst begegnet. Die umfangreiche Publikation gibt einen Gesamtüberblick zu Georg Herolds Werk seit den frühen 80er Jahren bis hin zu den jüngsten Videoarbeiten. Deutlich wird, daß Absurdität und Paradoxie in textgebundener Theorie ins Stocken geraten mögen, sich aber in Georg Herolds Denken im Bildlichen als beweglich und erfindungsreich erweisen.
From the beginning of the 80s onwards, Georg Herold started to question art and the art business together with contemporaries Martin Kippenberger, Werner Büttner and Albert Oehlen; in contrast to the "Jungen Wilden" (The Wild Ones) of this generation, he developed an enduring brand of scepticism productive to this day. His sculptures are made from apparently reduced materials, such as roof battens, roof tiles, wire and everyday objects and relate in a critical and ironic way to politics, society and modern art, challenging the observer to continue thinking about the concepts inherent in his approach to art. This extensive publication provides a complete overview of Georg Herold s work from the 80s through to his most recent video pieces. It becomes apparent that although absurdity and paradox might start to flounder somewhat in textbound theory, they are nevertheless revealed as both dextrous and inventive entities when it comes to George Herold's graphic cast of mind.

Die umfangreiche Publikation gibt einen Gesamtüberblick zu Georg Herolds Werk seit den frühen 80er Jahren bis hin zu den jüngsten Videoarbeiten.

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