Kirche und Reich



Giorgio Agamben

1/2012
Internationaler Merve Diskurs (IMD)
2012. 50 S. 17 cm



EUR 5,00 

In der christlichen Theologie gibt es eine Institution, die weder Auszeit noch Ende kennt: die Hölle. Insofern ist das heutige politische Modell, das die Ewigkeit der Welt-Ökonomie anstrebt, ein infernalisches. Der Kirche selbst ist ein Ende gesetzt: mit dem Kommen des Reichs. Verliert die Kirche aber ihre messianische Berufung, den Bezug auf ihr Ende, verliert sie sich in der Zeit. Giorgio Agambens Text, eine Meditation über die politische Bedeutung der letzten Dinge, geht auf einen Vortrag zurück, den er am 8. März 2009 in der Kathedrale Notre-Dame de Paris gehalten hat.

Giorgio Agamben wurde 1942 in Rom geboren. Er studierte Jura, nebenbei auch Literatur und Philosophie. Der entscheidende Impuls für die Philosophie kam allerdings erst nach Abschluß des Jura-Studiums über zwei Seminare mit Martin Heidegger im Sommer 1966 und 1968. Neben Heidegger waren seitdem Michel Foucault, Hannah Arendt und Walter Benjamin wichtige Bezugspersonen in Agambens Denken.
Als Herausgeber der italienischen Ausgabe der Schriften Walter Benjamins fand Agamben eine Reihe von dessen verloren geglaubten Manuskripten wieder auf. Seit Ende der achtziger Jahre beschäftigt sich Agamben vor allem mit politischer Philosophie. Er lehrt zur Zeit Ästhetik und Philosophie an den Universitäten Venedig und Marcerata und hatte Gastprofessuren u.a. in Paris, Berkeley, Los Angeles, Irvine.

Titel zum Thema:
Ewigkeit  Theologie
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