Markus Lüpertz
Siegfried Gohr
1/2001
Deutsch
239 farb. Abb., 1 Foto
295
EUR 68,00
in den Warenkorb
Siegfried Gohr, geboren 1949, studierte Kunstgeschichte und Archäologie in Köln und Tübingen. Seit 1978 Direktor der Kunsthalle Köln, 1984 bis 1991 Direktor des Museums Ludwig in Köln. Seit 1993 ist er Professor für Kunstwissenschaft an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Zahlreiche Veröffentlichungen über die Kunst des 20. Jahrhunderts. Ausstellungsleiter in Europa, USA und Japan.
In der Öffentlichkeit präsentiert sich Markus Lüpertz gern in der Rolle des exzentrischen Malers, der sich nicht scheut, seinen eigenen Geniekult zu betreiben. Wenn man jedoch den Entwicklungswegen seines Oeuvres nachgeht, erhält diese elegante Dandy-Attitüde Ergänzung und Korrektur durch eine anti-bürgerliche Haltung rigoroser künstlerischer Souveränität, weshalb Lüpertz heute zu den bedeutendsten Repräsentanten zeitgenössischer Kunst in Deutschland gehört.
Siegfried Gohr untersucht ein Werkpanorama, das seit den ersten Bildern der Jahre 1962/63 und seit den berühmt gewordenen Dithyramben mit großer Subtilität die Klaviatur der Stilmodi aus Tradition und Moderne zu nutzen verstanden hat. Den Stil- und Motivgenesen folgend, liefert Gohr geradezu ein Modellbeispiel dafür, wie man in intelligenter und doch zugleich spannend nachvollziehbarer Form die Lesbarkeit von Bildern aus ihrer Chronologie und mit ihren vielschichtigen Kontexten betreiben kann. Die bisher häufig unverständli ch gebliebenen Mutationen, die Lüpertz in zeitlich auseinander liegenden Bildfindungen an bestimmten Motiven vornimmt, lassen sich auf diese Weise in ihrer jeweils gewandelten Malhaltung nachvollziehen.
So erschließt Gohr dem Leser das Stil-Phänomen bei Lüpertz als "Modus einer Wahrnehmung", in der das Künstler-Ich mit der Komplexität der zeittypischen Wirklichkeit kommuniziert, zugleich aber die Distanz der Reflexion einnimmt.
"Es geschieht in der neueren Geschichte der Kunst, daß die öffentliche Wirkung der Person eines Künstlers die angemessene Wahrnehmung seines Werkes eher verdeckt als beflügelt. Bei mir ist wiederholt der Fall entstanden, daß dies im Falle von Markus Lüpertz regelmäßig der Fall ist, ja daß sogar mehr und mehr auf eine ernsthafte Rezeption seines Werkes selbst verzichtet wird." So beginnt die soeben erschienene Monographie, in der Gohr, Professor für Kunstgeschichte am ZKM Karlsruhe, dieses aufs Beste vornimmt. Den Stil- und Motivgenesen folgend, liefert er ein Modellbeispiel dafür, wie man in intelligenter, gut nachvollziehbarer Form die Lesbarkeit von Bildern aus ihrer Chronologie und mit ihren vielschichtigen Kontexten betreiben kann - eine klassische Monographie über die Arbeit des 1941 geborenen Malers, Bildhauers und Zeichners.
Titel zum Thema:
Lüpertz, Markus Maler (Kunstmaler)