Mit dem Körper sehen

Dtsch.-Engl.


Siri Hustvedt

12/2010
HUSTVEDT, SIRI.

Mit dem Körper sehen: Was bedeutet es, ein Kunstwerk zu betrachten? Hrsg. von Maria I. Pena Aguado. München 2010. 72 S. mit 9 Abb., brosch. - Text in dt. & engl. Sprache.


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Siri Hustvedt wurde am 19.02.1955 in Northfield, Minnesota, als älteste von vier Töchtern eines norwegisch-amerikanischen Professors für Skandinavistik und einer norwegischen Einwanderin geboren. Nach dem Besuch des St. Olaf College in Northfield, das sie 1977 mit B.A. in Geschichte abschloss, arbeitete sie zunächst als Kellnerin. 1978 ging sie zum Studium nach New York. 1979 erwarb sie an der Columbia University den M.A. in Anglistik. 1986 wurde sie mit einer Arbeit über Charles Dickens ("Figures of Dust. A Reading of 'Our mutual friend'") zum PhD promoviert. Im Februar 1981 lernte sie den Schriftsteller Paul Auster kennen, den sie 1983 heiratete und mit dem sie einen Stiefsohn und eine Tochter hat. Heute arbeitet Siri Hustvedt als Schriftstellerin, Essayistin und Übersetzerin aus dem Norwegischen.

Kunst ist nicht möglich ohne die menschliche Fähigkeit eines reflektierten Selbstbewusstseins und das Betrachten eines Kunstwerkes wird immer einer Spiegelung teilhaftig unserer Wahrnehmung der Intentionalität einer anderen Person in dem Objekt. Die Bedeutungen, die bei der Wahrnehmung von Kunst erschaffen werden, sind nicht rein kognitiv sondern körperlich und kreativ. Wahrnehmung geschieht nicht passiv sondern aktiv und baut auf unseren zumeist unbewussten, erlernten motorisch-sensorischen Fähigkeiten auf, einem propriozeptiven Verhältnis zum Raum. Sowohl die Erschaffung wie die Wertschätzung von Kunst würde ohne imaginatives Spiel unmöglich sein wir bewohnen die reale Welt und besetzen eine andere: das Land der Vorspiegelungen.Art is not possible without the human capacity of reflective self-consciousness, and looking at a work of art always partakes of mirroring - our sense of another persons intentionality in the object. The meanings created in the perception of art are not purely cognitive but bodily and creative. Perception is not passive but active and relies on our mostly unconscious, learned motor-sensory abilities, a proprioceptive relation to space. Both making and appreciating art would be impossible without imaginative playwe inhabit the real world and occupy another: the land of Pretend.

Kunst ist nicht möglich ohne die menschliche Fähigkeit eines reflektierten Selbstbewusstseins und das Betrachten eines Kunstwerkes wird immer einer Spiegelung teilhaftig unserer Wahrnehmung der Intentionalität einer anderen Person in dem Objekt. Die Bedeutungen, die bei der Wahrnehmung von Kunst erschaffen werden, sind nicht rein kognitiv sondern körperlich und kreativ. Wahrnehmung geschieht nicht passiv sondern aktiv und baut auf unseren zumeist unbewußten, erlernten motorisch-sensorischen Fähigkeiten auf, einem propriozeptiven Verhältnis zum Raum. Sowohl die Erschaffung wie die Wertschätzung von Kunst würde ohne imaginatives Spiel unmöglich sein wir bewohnen die reale Welt und besetzen eine andere: das Land der Vorspiegelungen.

Titel zum Thema:
Bildbetrachtung  Kunst / Theorie, Philosophie, Psychologie, Soziologie  Kunst; Vorträge  Kunstwerk  Theorie Autoren
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