Pantenburg: Farocki + Godard
Bildforschung bei Harun Farocki und Jean-Luc Godard
Volker Pantenburg
4/2006
GODARD, JEAN-LUC & HARUN FAROCKI - Pantenburg, Volker.
Bestell-Nr: 1367561
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Volker Pantenburg hat an der Universität Münster promoviert und lehrt dort Literaturwissenschaft. Er ist Mitherausgeber der Bücher "Anführen - Vorführen - Aufführen. Texte zum Zitieren" (2002) und hat eine Sammlung mit Texten von Harun Farocki ("Nachdruck", 2001) redaktionell betreut.
»C'est le film qui pense«, sagt Jean-Luc Godard: Der Film mit seinen Bild- und Tonfolgen sei als eigenständige Form des Denkens aufzufassen und eröffne andere Reflexionsmöglichkeiten als die Sprache.Dabei ist dem Medium Film die theoretische Abstraktion scheinbar fremd - zu sehen ist stets Konkretes: Ein Zug fährt in einen Bahnhof ein, Arbeiter kommen aus einem Fabriktor, eine Frau verkauft Zeitungen auf den Champs-Elysées. Angefangen mit den Montagetheorien des russischen Films hat es jedoch immer wieder Versuche gegeben, durch die Kombination von Einstellungen Theoretisches sichtbar zu machen; es nicht als Worte an die Bilder heranzutragen, sondern innerhalb des Mediums selbst zu artikulieren. Jean-Luc Godard und Harun Farocki arbeiten seit Jahrzehnten an einer solchen Praxis des »Films als Theorie«, in deren gedanklichem Zentrum der Schneideraum steht. Durch die Assoziation und Dissoziation unterschiedlicher Bildtypen - Malerei, Film, Fotografie - machen sie Filmdenken im Filmsichtbar, überführen Blicke in Gesten und Gedanken.Farocki und Godard werden hier erstmalig ausführlich zueinander in Beziehung gesetzt. Als Filmemacher, Autoren, Bildforscher.
"Jean-Luc Godard und Harun Farocki sind zwei Filmemacher, deren Biografien zahlreiche Übereinstimmungen aufweisen. [...]Umso überraschender, dass bislang keine Monografie vorlag, die die beiden Altstars des Autorenkinos zueinander in Beziehung setzte - mit "Film als Theorie" hat Volker Pantenburg [...]diese Lücke nun geschlossen. [...]Der große Wert der vorliegenden Arbeit [...]muss in der detaillierten Analyse von Filmszenen gesehenwerden. Statt weitschweifig die Theorie einer Theorie zu skizzieren, entwickelt und überprüft Pantenburg mit Geduld und Sorgfalt seine Thesen am Material selbst. Die Bewegung des Textes löst damit an sich selbst das ein, was sie an den Bildern Godards und Farockis aufzuweisen unternimmt: die Tugend, das Allgemeine im Konkreten auszudrücken." (Dietmar Kammerer, taz, 14. Juli 2006)
"C'est le film qui pense", sagt Jean-Luc Godard: Der Film mit seinen Bild- und Tonfolgen sei als eigenständige Form des Denkens aufzufassen und eröffne andere Reflexionsmöglichkeiten als die Sprache. Jean-Luc Godard und Harun Farocki arbeiten seit Jahrzehnten an einer Praxis des "Films als Theorie", in deren gedanklichem Zentrum der Schneideraum steht. Durch die Assoziation und Dissoziation unterschiedlicher Bildtypen - Malerei, Film, Photographie - machen sie Filmdenken im Film sichtbar, überführen Blicke in Gesten und Gedanken.
Titel zum Thema:
Farocki, Harun Film Film / Kritik, Rezeption Film Regisseure Film / Theorie, Analyse Godard, Jean-Luc