Richter: Bilder einer Epoche
Katalog zur Ausstellung Hamburg, Bucerius Kunst Forum, 2011
2/2011
RICHTER, GERHARD - HAMBURG, BUCERIUS KUNSTFORUM -
Bilder einer Epoche. Katalog von Uwe M. Schneede. Hamburg 2011. Beitr. von Hubertus Butin, Dietmar Elger, Dietmar Rübel u.a. 4to. 216 S. mit 220 (170 farb.) teils ganzseit. Abb., Bibliographie, Chronologie, Ppbd.
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Als Gerhard Richter, heute international hochgeschätzt wie kaum ein anderer Künstler, Anfang der 60er Jahre in den Westen übersiedelte, begann er, sich die für ihn neue Welt zu vergegenwärtigen: in großformatigen Gemälden nach fotografischen Vorlagen. Heute ist in der Gesamtheit dieser Werke das Bild einer Epoche zu entdecken - und die überraschende Wiederbelebung des Historienbildes in der Moderne.. Der Band beschreibt rund 50 seiner Werke und enthält Aufsätze der führenden Richter-Experten sowie als Selbstzeugnisse des Künstlers bisher ungedruckte Briefe und ein Gespräch Gerhard Richters mit Uwe M. Schneede, dem Kurator der Ausstellung.
Der Band beschreibt rund 40 seiner Werke und enthält Aufsätze der führenden Richter-Experten sowie als Selbstzeugnisse des Künstlers bisher ungedruckte Briefe und ein Gespräch Gerhard Richters mit Uwe M. Schneede, dem Kurator der Ausstellung. Das Buch ermöglicht einen neuen Blick auf die Komplexität der Bildwelt Richters, in der sich das Banale und das Böse begegnen: die Träume und die Sehnsüchte der Zeit, wie die schnellen Autos und das neue Reisen, die persönlichen Erinnerungen, die beklemmende Vergangenheit, die aktuelle Politik und die trivialen, gleichwohl vielsagenden Gebrauchsgegenstände des Alltags.
Zum Verständnis der Erinnerungsqualität der Bilder aus den 60er Jahren ist der Zyklus 18. Oktober 1977 (1988) zum Tod der RAF-Mitglieder von zentraler Bedeutung. Mit der intensiven Beschäftigung mit diesem Ereignis schließt Richter die Werkgruppe der Gemälde nach Fotos ab. Der Zyklus, der als Leihgabe des New Yorker MoMA für die Ausstellungins Bucerius Kunst Forum nach Hamburgkommt, erfährt eine neue Interpretation und Verortung im Werk Richters.
Als Gerhard Richter, heute international hochgeschätzt wie kaum ein anderer Künstler, Anfang der 60er Jahre in den Westen übersiedelte, begann er, sich die für ihn neue Welt zu vergegenwärtigen: in großformatigen Gemälden nach fotografischen Vorlagen. Heute ist in der Gesamtheit dieser Werke das Bild einer Epoche zu entdecken - und die überraschende Wiederbelebung des Historienbildes in der Moderne.
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