Spiegel geheimer Wünsche: Stilleben
2008
Spiegel geheimer Wünsche - Stilleben aus fünf Jahrhunderten. Katalog hrsg. von Martina Sitt & Hubertus Gaßner. Hamburg 2008. 23 x 28 cm. 214 S. mit 229 (217 farb.) teils ganzseit. Abb., Kurzbiographien. Broschur.
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Sehr viel stärker als Historie oder Porträt zielt das Stillleben auf die optische Verführung seines Betrachters. In ganz besonderer Weise manifestiert sich in ihm herausragende Fähigkeit der Malerei, Dinge so täuschend echt wiederzugeben, dass die Grenzen zwischen Realität und Illusion verschwimmen. Kostbar glänzende Silbergefäße, in raffinierten Lichtreflexen schimmernde Gläser, zum Verzehr lockende Früchte oder üppige Blumenarrangements verleiten dazu, sich ganz dem ästhetischen Genuß der Sinnestäuschung hinzugeben. Zugleich lösen die Bilder aber auch den Wunsch aus, diese zu entlarven. Bis in unsere Zeit sind Trug und Enthüllung, Augenlust und Skepsis gegenüber der eigenen Wahrnehmung wesentliche Merkmale des sinnlichen und intellektuellen Vergnügens bei der Betrachtung von Stillleben. Eben diesen oft vernachlässigten rezeptionsästhetischen Charakteristika nachzuspüren, hat sich der Band zur Aufgabe gemacht. Ausgehend von berühmten Altmeistern aus dem 17. Jh. wie Willem Heda bis hin zu den Tableaux des 19. Jh. von Courbet, Kokoschka, Renoir und Monet werden die unterschiedlichen Strategien aufgezeigt, die Wahrnehmung des Betrachters zu lenken. Den eklatanten Wandel der Wahrnehmungsbedingungen seit dem Beginn der Moderne und die herausragende Rolle des Stilllebens als künstlerisches Experimentierfeld spiegeln die vielfältigen Lösungen von Braque, Morandi und Picasso bis hin zu Claes Oldenburg und Mona Hatoum. Neben Meisterwerken aus der Sammlung der Hamburger Kunsthalle präsentiert der Katalog auch erstmals ausgestellte Gemälde aus Privatsammlungen in Hamburg und Winterthur.
Seit der Antike üben Stillleben eine bis heute ungebrochene Faszination auf Künstler wie Betrachter aus. Etwa 120, zum Teil erstmals gezeigte Werke vom Barock bis in die Gegenwart dokumentieren eindrucksvoll die außergewöhnlichen sinnlichen Qualitäten und den schillernden Reichtum dieser Gattung.
Seit der Antike üben Stillleben eine bis heute ungebrochene Faszination auf Künstler wie Betrachter aus. Etwa 120, zum Teil erstmals gezeigte Werke vom Barock bis in die Gegenwart dokumentieren eindrucksvoll die außergewöhnlichen sinnlichen Qualitäten und den schillernden Reichtum dieser Gattung. Neben Meisterwerken aus der Sammlung der Hamburger Kunsthalle präsentiert der Katalog auch erstmals ausgestellte Gemälde aus Privatsammlungen in Hamburg und Winterthur.
Titel zum Thema:
Bm-Kunstallg. Ikono-Stilleben Xhamburg