Videogramme
Die Bildwelten biologischer Experimentalsysteme als Kunst- und Theorieobjekt
Hannes Rickli
7/2011
VIDEOGRAMME. Die Bildwelten biologischer Experimentalsysteme als Kunst- und Theorieobjekt. Hrsg. von Hannes Rickli. Zürich 2011. 448 S. mit 1000 (800 farb.) Abb., Ppbd.
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Der Künstler und Theoretiker Hannes Rickli untersucht in seiner Arbeit Bruchstellen der Alltagsästhetik. Seit 1991 studiert er in seinem Forschungsprojekt Videogramme audiovisuelles Material aus dem wissenschaftlichen Kontext der Verhaltensforschung bei Insekten und Fischen. Die Videobilder und -töne liefern weitreichende Erkenntnisse über naturwissenschaftliche Experimentalsysteme. Im Schatten der Objektivität, sozusagen als nichtbeachtetes Beiwerk der Daten, wird erkennbar, dass die Herstellung wissenschaftlicher Tatsachen nicht einfach nach zuvor festgelegten Plänen erfolgt, sondern sich im physischen Widerstand zwischen menschlichen, technischen und tierischen Akteuren ereignet.
Das vorliegende Buch trägt in Essays, Gesprächen, Analysen und Beschreibungen der Laborexperimente sowie in Hunderten Abbildungen die Ergebnisse dieses richtungsweisenden Projekts künstlerischer Forschung zusammen. Das aus dem Laborkontext gelöste Videomaterial und der Erkenntniswert von Ricklis Untersuchungen werden aus der Perspektive von Wissenschaftssoziologie und -geschichte, Kunst- und Medientheorie, Bild- und Filmwissenschaft reflektiert.
Ein wegweisendes Projekt künstlerischer Forschung zeigt, wie der Erkenntnisweg naturwissenschaftlicher Experimente konstruiert wird.
Titel zum Thema:
Audiovisuelle Kunst/Musik Bildwissenschaft Rickli, Hannes Video Zk-Video